Bruno, Roberta & die Radmiezen 

reisen durch Afrika 

Von Berlin nach Kenia

 

08. Dezember 2025

 

In Berlin fuhr uns der Taxifahrer mehr als sportlich zum BER. Wir waren rechtzeitig dort und gingen aufgeregt zum Check-In-Schalter von Qatar.

Eine etwas unfreundliche, junge Dame verlangte barsch unsere Reisepässe, unser Visum für Kenia und zusätzlich unsere Rückflugtickets oder ähnliches, als Nachweis für unsere spätere Ausreise aus Kenia, die innerhalb der folgenden 90 Tage erfolgen musste. Nun wurden wir schon das erste Mal blass um die Nase.

Im Gegensatz zu mir, war Elli zwar im Besitz eines Rückflugtickes, doch ihr Rückflug war erst für Ende März vorgesehen und lag außerhalb der erforderlichen 90 Tage.

Wir erklärten dem strengen Knochen hinter’m Tresen, dass wir das vorliegende Visum ja schließlich auch ohne Vorlage eines Rückflugtickets erhalten hatten und ich (Nadine) speziell für diesen Visumantrag einen Reiseplan erstellt hatte. Griesgrämig und ohne eine Miene zu verziehen, stand die junge Dame auf und ging nun zu ihrer Chefin, um ihr unsere Situation vorzutragen.

Nach einigen Minuten kam die Dame zurück, doch ihre Chefin hatte kein Pardon. Für unsere Ausreise aus Kenia, mussten wir etwas vorweisen können. Wie der griesgrämige Knochen uns dann leise mitteilte, durfte es zum Glück auch ein Busticket, in eines der Nachbarländer Kenias sein. Wir könnten die Buchung ja anschließend wieder stornieren.

Na das fing ja schon gut an… Wir buchten also schnell einen Bus-Transfer von Nairobi nach Kampala in Uganda für rund 80,- Euro, nur damit wir der Dame hinter’m Tresen etwas vor die Nase halten und später wieder stornieren konnten.

Mit der Buchung auf unserem Handy gingen wir wieder zum Counter. Nun lief alles glatt.

Nachdem wir das hinter uns gebracht hatten, brachten wir unsere Fahrräder, die im Karton verpackt waren, zur Aufgabe des Großgepäcks.

Unsere Bikes liefen durch den Scan. Auf der anderen Seite des Scanners hörten wir, wie ein Typ zu seinem Kollegen laut sagte: „Nairobi? Mit dem Fahrrad? Ob det wohl ne jute Idee is?“ Wir Mädels grinsten uns daraufhin breit an. 

Willkommen in Afrika - Klappe, die Erste

 

Malindi (Kenia) - 09. Dezember 2025

 

 

Nach 31 Stunden Reise, landeten wir gegen 17:00 Uhr, auf dem kleinen Flughafen in Malindi (Kenia). Das Licht der untergehenden Sonne war herrlich warm und die Temperaturen lagen noch bei 29 Grad im Schatten. Hier und da wedelten Palmenblätter seicht im Wind.

 

Auf dem Gelände des Flughafens organisierten wir uns ein XL-Taxi, damit wir unser Gepäck, samt Fahrräder, zum gebuchten Apartment bekamen.

Wir waren schrecklich müde und mächtig am Limit. Nachdem die Zeitmaschine uns in Malindi ausgespuckt hatte, freuten wir uns nur noch auf ein ruhiges Zimmer und ein weiches Bett. 

Der Taxifahrer war von unserem desolaten Zustand allerdings wenig beeindruckt und plapperte munter und fröhlich vor sich hin. Irgendwann fragte er, wo denn eigentlich unsere Männer wären. Daraufhin antwortete Elli mit ihrer trockenen Art barsch: „They are working!!!“ Ich konnte mir ein breites Grinsen auf der Rückbank nicht verkneifen.

 

Wir fuhren durch einen kleinen Vorort von Malindi. Bhoaaa.., schon hier war mächtig was los! Wahnsinn wieviele Menschen und Kinder es hier gab und was sich alles auf der Straße abspielte. Uns wurde ganz anders, denn schon bald würden wir mit unseren Fahrrädern unterwegs sein. Doch nach 31 Stunden Reise machte es keinen Sinn, sich so übermüdet, Gedanken über all das zu machen. Wir ließen die Gedanken also schnell wieder los.

 

Die Adresse unseres Apartments in Malindi war nicht ganz eindeutig. Der Fahrer fragte sich durch die Gegend. Irgendwann fanden wir das richtige Eingangstor. Der dort postierte Wachmann, fragte nach der Nummer unseres Apartments. Nachdem wir sie ihm mitgeteilt hatten, zeigte er mit dem Finger nach oben. Wir blickten seinem Finger hinterher und schauten auf ein verlottertes Haus mit verlotterten Türen. Und Ilka sagte: „ Waaas? Dort oben? Hier sind wir doch nicht richtig!!!“

Der dünne Wachmann, in seiner viel zu großen Uniform, nickte jedoch energisch und gab uns unmissverständlich zu verstehen: Doch, dort oben ist ihr Apartment! 

Wer hätte das gedacht? Luxus hinter maroden Türen, mit verrosteten Schlössern. (Malindi)

Inzwischen war es fast dunkel. Wir baten den Taxifahrer zu warten, damit wir kurz hochlaufen konnten, um die Lage zu checken. 

Nun standen wir im dunkeln vor der morschen, lottrigen Holztür und versuchten das Schloss, mit dem vorgegebenen Code zu öffnen. Doch nichts bewegte sich.

Wir checkten vorsichtshalber nochmal unsere Nachrichten, doch die Nummer des Apartments und der Code waren richtig. Genervt gingen wir wieder nach unten, wo noch der dürre Wachmann und der Taxi-Fahrer standen und uns wie zwei Fragezeichen ansahen. 

Wir kontaktierten den Besitzer des Apartments. Patrick schrieb zurück und antwortete, dass Zimmernummer und Code stimmten. Wir gingen also nochmals nach oben und probierten nun gemeinsam, mit dem dünnen Wachmann, die Tür zu öffnen. Doch auch diesmal bewegte sich an dem Schloss nichts. Also gingen wir abermals hinunter. Am Taxi angekommen, bekamen wir von Patrick eine weitere Nachricht. Er hatte  uns zwar den richtigen Code übermittelt, jedoch das falsche Apartment genannt. Das richtige Apartment lag gleich nebenan. Hundemüde und allmählich mächtig genervt, lief ich (Nadine) nochmals nach oben, um zu checken, ob die Tür sich nun öffnen lassen würde. 

Mir grauste es vor dem Öffnen der Tür, denn für weitere Überraschungen oder gar Bettwanzen, hatten wir keinen Nerv mehr.

Tatsächlich, diesmal passte der Code und aus der Box konnte ich ein nicht gerade vielversprechendes, verrostetes Schlüsselbund nehmen. Mit einem Gebet schloss ich nun die Tür auf und knipste ängstlich das Licht an.

Huiii…, das riesige Apartment sah in der Tat sehr nett, super sauber und gepflegt aus. Das hatte ich keinesfalls vermutet.

Erleichtert rief ich von oben herunter und gab Entwarnung. Wir bezahlten den Taxifahrer, schleppten unsere verpackten Räder und das ganze Gepäck nach oben. Jetzt wollten wir nur noch Duschen und ins Bett fallen. Doch was war das? Weder in der Küche, noch im Bad, gab es fließend Wasser. Es war zum Haare raufen. Nochmals kontaktierten wir den Besitzer Patrick. Nach einigen hin- und her, hatten wir irgendwann auch Wasser.

Nachdem wir geduscht waren und sich die Aufregung etwas gelegt hatte, stellten wir fest, dass wir eigentlich noch großen Hunger hatten und so keinesfalls schlafen gehen wollten. Wir machten uns also nochmal auf den Weg, auf der Suche nach einem Restaurant. Wir landeten im „Seafood-Swahili-Dishes“ Restaurant. 

Schlaftrunken nahmen wir in dem Restaurant Platz. Entgegen unserer Vorstellung, war das Restaurant nicht touristisch. An den langen Tischen saßen nur Einheimische. Vor der Tür wurden Fisch und Fleisch für die Gerichte gegrillt. Der Laden war gerammelt voll.

Da saßen wir nun, nach so langer Reise, inmitten des authentischen Kenias, zwischen diversen Kulturen. Von den anderen Gästen wurden wir unauffällig beäugt. In der Moschee nebenan rief ein Muezzin zum Gebet. Dünne Katzen liefen unter den Tischen umher. 

Die Gäste des Restaurants gehörten verschiedenen Glaubensrichtungen an. Es gab viele verhüllte Frauen. In Malindi ist es üblich, verschleierte Frauen zu sehen, denn ihre Kleidung ist Teil der lokalen Swahili-Kultur und Tradition. 

Nach so langer Reise waren wir völlig überfordert. Mit Händen und Füßen, bestellten wir, völlig Banane im Kopf, etwas zu essen. Auf einem Blechteller bekamen wir schließlich, gegrillten Oktopus mit Reis, Tomatensalat und irgendeinem Curry serviert.

Nach dem Essen liefen wir zurück zu unserem Apartment und fielen unter dem seichten Gewedel des Deckenventilators, für die nächsten 13 Stunden ins Bett. 

Willkommen in Afrika - Klappe, die Zweite

 

Malindi (Kenia) - 10.Dezember 2025

 

 

Als wir am nächsten Tag in unserem Himmelbett, nach einem komatösen, dreizehnstündigen Tiefschlaf, in der Hitze Kenias erwachten, fragte ich Elli, ob sie die Ventilatoren in der Nacht ausgeschaltet hatte. Elli antwortete: „Nein, habe ich nicht. Wieso???“

Ich stand auf und knipste am Schalter. Nichts bewegte sich. Es gab also einen Stromausfall. 

Wir standen auf und versuchten erstmal in Gang zu kommen. Wieder kontaktierten wir Patrick, den Besitzer des Apartments und fragten ihn, ob Stromausfälle in Malindi an der Tagesordnung waren. Patrick verneinte und schrieb zurück, dass er sich umhören würde was los war. In Malindi gab es tatsächlich einen Stromausfall. 

 

Gegen Mittag schlüpften wir in unsere Bikinis und gingen hinunter zum Pool. 

Am blauen Basseng, kam plötzlich ein Typ mittleren Alters auf uns zu und fragte nach der Nummer unseres Apartments. Verdattert fragten wir ihn, warum er diese denn von uns wissen wollte. Er antwortete daraufhin: „Damit ich Ihnen eine Liege zuweisen kann!“ Achso…, der Typ Arbeitete hier.

Etwas zögerlich nannten wir ihm die Nummer unseres Apartments. Der „Bademeister“ sah sich daraufhin um und überlegte, welche der klapprigen Liegen er uns nun zuweisen könnte. Dann zeigte er uns zwei Holzliegen ohne Auflagen im Schatten und fügte hinzu, dass wir die Auflagen für die Liegen aus unserem Zimmer mitbringen müssten. Aber was genau war jetzt eigentlich der Job von diesem Typen? Wir Sonnenanbeterinnen sahen uns an und machten über den Platz im Schatten lange Zähne. 

Ich (Nadine) bekam innerlich schon einen kleinen Anfall! Doch bevor dieser äußerlich zum Ausbruch kam, wollten wir erstmal in den Pool springen und uns abkühlen. Wir nahmen also unsere Handtücher und legten sie auf eine der Liegen in der Sonne, direkt vor dem Pool.

Der „Bademeister“ kam also wieder angelaufen und gab uns zu verstehen, dass das nicht ginge, denn diese Liegen seien privat. Jetzt platzte mir allmählich der Kragen. Ich legte meinen Kram auf den Boden, direkt neben die Liegen. Doch der „Bademeister“ sagte, dass auch dies nicht ginge, denn hier würde es nunmal Gesetze geben.

Genervt teilte ich Elli mit, dass ich mich auf keinen Fall an diesen Pool legen werde und jetzt ans Meer gehe, um dort unter Einheimischen zu Baden. Und sowieso hatten wir noch nie in der Welt an irgendeinem Pool gelegen und waren immer zum Strand gegangen. 

Nun waren wir beide super gereizt und bekamen uns in die Haare. Ich sagte Elli, dass sie gerne am Pool bleiben könnte, doch ich definitiv ans Meer gehe!!!

Bockig und vielleicht auch etwas skeptisch und ängstlich gegenüber dem Neuen, stiefelte Elli mir hinterher.

Am Meer angekommen, entspannte sich die Lage sehr schnell, denn unter den Einheimischen war es wirklich schön.

Im Wasser tummelten wir uns unter den süßen, einheimischen, schwarzen Kindern und legten unsere Berührungsängste ab. Das Wasser des indischen Ozeans war herrlich warm. Wir sonnten uns einige Stunden am Strand und sprangen immer wieder ins Wasser. Hier und da kamen Strandverkäufer/innen vorbei. Wir verbrachten ein paar wirklich schöne Stunden am Strand.

M-Pesa

 

Malindi (Kenia) - 10.Dezember 2025

 

Patrick, der Besitzer unseres Apartments fragte uns, wie wir die Rechnung des Studios bezahlen wollten. Wir antworten mit M-Pesa. Wir waren ganz neu bei M-Pesa und hatten es uns auf dem Flughafen und auf unseren Handys, als neues Zahlungsmittel einrichten lassen.

M-Pesa ist kurz gesagt ein mobiles Zahlungssystem, das vor allem in Kenia weit verbreitet ist. Es ermöglicht Nutzern, Geld zu senden, zu empfangen und abzubuchen, ganz ohne Bankkonto und nur über ein normales Handy.

 

Wir Technik-Genies hatten uns nun in den Kopf gesetzt, die Rechnung für das Apartment mit M-Pesa zu begleichen, damit wir wussten wie das System funktionierte und damit wir für die Not noch eine weitere, gängige Zahlungsmethode, auf dem afrikanischen Kontinent, parat hatten. Nach einer halben Stunde herum probieren, bekamen wir Mädels allmählich graue Haare. Was sich so einfach anhörte, dauerte am Ende über zwei Stunden. Doch wir hatten es tatsächlich hinbekommen.

 

Fazit M-Pesa:

Inzwischen sind wir sehr begeistert vom M-Pesa-System und bezahlen damit einfach und sicher in Restaurants, Cafés oder auch das Tuk Tuk. Zukünftig werden wir in den verschieden Ländern auf unserer Reise, ganz sich ähnliche Anbieter wie M-Pesa testen und ausprobieren, da es das Bezahlen sehr einfach macht.

Käpt’n Blaubär

 

Malindi (Kenia) - 11.Dezember 2025 

 

 

An diesem Tag mussten wir uns um ein Busticket, für eine Fahrt von Malindi nach Mombasa und zurück bemühen, denn schon von zu Hause aus, hatten wir für die folgenden zwei Nächte, ein nettes Zimmer, in einem Hostel in der Altstadt von Mombasa, gebucht. 

Patrick, der Besitzer unseres Apartments, empfahl uns die Busgesellschaft „Buscar“. Wir versuchten Online ein Ticket zu buchen, doch leider gab es keine freien Plätze mehr. Eigentlich wollten wir nach der Buchung der Tickets entspannt zum Strand laufen, doch nun fanden wir keinen Anbieter mit freien Plätzen, für die Fahrt nach Mombasa. 

Wir entschieden kurzum, mit einem Tuk Tuk in die Stadt zu fahren, um ein Ticketbüro einer Busgesellschaft aufzusuchen.

Gesagt, getan… Unser junger Tuk Tuk-Fahrer hieß Alfons. Alfons tuckerte und jonglierte mit uns Radmiezen auf der Rückbank seines knatternden Gefährts, vorbei an bunten Märkten, vielen schwarz, verhüllten Frauen, durch das Straßengewirr und dem chaotisch wirkenden, jedoch fließenden Verkehr, der Kleinstadt Malindi.

Irgendwann landeten wir vor dem kleinen Büro der Busgesellschaft „Tawakal“

Wir baten Alfons, mit seinem Tuk Tuk vor der Tür, auf uns zu warten. Er tat es gern.

In dem Ticketbüro der Busgesellschaft, saßen zwei Herren hinter einer Glaswand. Wir sagten einem der Männer, dass wir schon morgen mit dem Bus nach Mombasa fahren und Tickets buchen wollten. Mit einem Zahnstocher zwischen den Zähnen, zischte der nette Kerl uns eine Antwort entgegen, die keine von uns beiden verstand. Der freundliche Kollege daneben, übersetzte für uns, diesmal netter Weise ohne Zahnstocher, die Antwort seines Kompagnons. Nun waren wir schlauer. Wie wir erfuhren, war es leider nicht möglich, ein Ticket zu buchen. Zwar würde am nächsten Tag theoretisch ein Bus nach Mombasa fahren, doch man könnte uns keine Plätze zusagen, zumal Weihnachten vor der Tür stand und schon viele Menschen zu ihren Familien fahren würden. Wir sollten am nächsten Tag nochmal gegen 8:00 Uhr morgens anrufen und nachfragen. Das war uns zu heikel!

Vor der Tür stiegen wir also wieder zu Alfons ins Tuk Tuk und baten ihn, ein anderes Ticketbüro für uns zu suchen.

Nach einer kleinen Stadtrundfahrt durch afrikanisches Getümmel, landeten wir an einem schmuddelig wirkenden Busbahnhof.

Schon am Eingangstor wurde unser Tuk Tuk von Schleppern belagert, die für die verschiedenen Busgesellschaften arbeiteten.

Alfons stellte den zwielichtigen Typen einige Fragen. Anschließend ließ er uns aussteigen und übergab uns in die Hände der Schlepper, die uns nun zum „Office“ führten. 

Vor dem dunklen Office-Büdchen lungerten einige Männer, die nun alle Augen auf uns weiße Baguette-Mädels richteten.

Der Chef war nicht schwer zu erkennen, denn er schob einen dicken Bauch vor sich her, trug ein weißes Polo und ein blaues Cap. Aus irgendeinem Grund erinnerte er uns an Käpt‘n Blaubär in Black.

Wir sagten dem Chef, dass wir mit dem Bus schon am nächsten Tag nach Mombasa und am Sonntag wieder zurück fahren wollten. Er antwortete, dass dies kein Problem wäre und die Fahrt pro Person 600,- KES kosten würde. Der Käpt‘n zeigte mit dem Finger lässig auf einen der vielen, klapprigen Vans und sagte, dass wir jederzeit kommen könnten, denn die Colectivos würden rund um die Uhr fahren, immer dann wenn sie voll waren.

Wir sagten zu, verabschiedeten uns in der zwielichtigen Männerrunde und hielten die Daumen freudestrahlend und grinsend hoch.

Wir kicherten vor uns hin, denn wir waren gespannt, was das wohl wieder für ein Abenteuer werden würde. 

Ein Baobab-Affenbrotbaum, wird von Männern an mehreren Tagen mit Macheten gefällt. 

Mombasa 

Willkommen in Afrika - Klappe, die Dritte

 

Malindi / Mombasa - 12.Dezember 2025

 

Wir hatten unseren Wecker schon zu 5:00 Uhr am Morgen gestellt, denn wir wollten für zwei Tage und Nächte nach Mombasa.

Damit wir die älteste Stadt Kenias ausgiebig erkunden konnten, hatten wir schon ein halbes Jahr zuvor, ein nettes Zimmer, in einem kleinen Hostel in der Alstadt Mombasa, direkt am Meer gebucht. Gegen 6:30 Uhr verließen wir unser Apartment in Malindi und fuhren mit einem Tuk Tuk zum Busbahnhof.

Wir waren gespannt, wie lange wir wohl warten mussten bis es losging und was wieder alles so passieren würde, denn schließlich  hatten wir keinen Touristenbus gebucht, sondern wollten mit einem klapprigen Colectivo, inmitten der einheimischen Bevölkerung, nach Mombasa fahren.

Der Tuk Tuk-Fahrer knatterte mit uns durch Malindi. Die Fahrt ging vorbei an Wellblechbuden, in den Familien auf staubigen Böden lebten und gleichzeitig ihren Verkaufsladen hatten. 

Schon um diese frühe Uhrzeit waren unzählige Menschen, Mopeds, Tuk Tuks und Autos unterwegs. Das Leben spielte sich auf der Straße ab. Wir Mädels wussten schon jetzt nicht, wo wir zuerst hinschauen sollten. Wir ließen den morgendlichen Trubel der Kleinstadt einfach auf uns wirken.

Kaum hatte uns der Tuk Tuk-Fahrer am Busbahnhof abgeworfen, wurden wir zügig in das nächste Colectivo nach Mombasa gestopft. In dem alten, staubigen, verrosteten Van, saßen mit uns noch weitere 11 Personen und einer bunten Mischung Glaubensrichtungen. Die Frauen trugen mal Rasta-oder geflochtene Zöpfe mit bunten Bändern oder waren von Kopf bis Fuß eingehüllt und trugen sogar einen Gesichtsschleier.

Aus dem Bus heraus, beobachten wir das Geschehen auf dem Busbahnhof. Es herrschte ein rauher Ton. Die Männer waren nicht zimperlich. Sie agierten laut und lotsten die Passagiere barsch in die richtigen Busse. Doch anders bekamen die Schlepper und Busfahrer, das Chaos und die vielen Menschen auf dem Busbahnhof wohl nicht in den Griff. 

Unser hektischer Fahrer ließ den Chef raushängen und kassierte von allen Fahrgästen brüsk das Geld. Während wir da so saßen, versuchten einige Händler durch die offenen Scheiben des Wagens, ihre Waren zu verkaufen. Von goldenen Uhren bis hin zu Nüssen, Chips und Ladekabeln, war alles dabei. Es war heiß. Wir schwitzten schon jetzt.

Zu unserer Überraschung dauerte es nicht lange, bis das Colectivo losfuhr. Die Fahrt nach Mombasa sollte gute zwei Stunden dauern. 

Mit dem eingenommenen Geld, fuhr der Fahrer jedoch erst einmal an die Tankstelle um Benzin aufzufüllen. Danach ging es jedoch los.

Wir waren neugierig auf die Straßenverhältnisse und den Verkehr, denn schon bald würden wir auf unseren Fahrrädern sitzen und das Geschehen hautnah vom Straßenrand erleben. 

In Kenia herrscht Linksverkehr. Auch daran würden wir uns gewöhnen müssen. Der hektische Fahrer unseres Sammelbusses trug nur einen einzelnen, abgelaufenen Badelatschen. Scheinbar konnte er ohne den zweiten Latschen am Fuß, dass Gaspedal besser bedienen.

Die Straßenverhältnisse waren vorerst prima. Immerhin gab es einen Seitenstreifen.

Im Verkehr musste der kleinere nachgeben und ausweichen, egal ob sich das überholende Fahrzeug nun auf der Gegenspur befand oder nicht.

Wenn unser Fahrzeug auf der Gegenspur überholte und beispielsweise ein Moped entgegenkam, musste das Moped auf den Seitenstreifen ausweichen, damit das Überleben des Fahrers gesichert war. Als Fahrradfahrer würden wir das kleinste Glied in der Kette sein und ganz sicher, würden wir auch oft vom Asphalt und von dem Seitenstreifen springen müssen, um uns zu retten.

 

Auf der zweistündigen Tour nach Mombasa, fuhren wir immer wieder an riesigen und wunderschönen Baobab-Affenbrotbäumen vorbei. Wir durchquerten auch kleine Dörfer, in denen buntes Treiben herrschte. Frauen transportierten Eimer oder ähnliches, geschickt auf ihren Köpfen. Ziegen grasten angepflockt im Dreck, Kinder spielten vor Lehm- oder Wellblechhütten, holten Wasser mit gelben Kanistern vom Brunnen und Männer verrichteten harte Handwerksarbeiten in praller Sonne. Langweilig wurde es jedenfalls nie.

 

Vor Mombasa wurden die Straßen immer schlechter. Der Zustand war wirklich unfassbar schlecht. Von Straßen konnte eigentlich keine Rede mehr sein.

Unser Colectivo rüttelte und schüttelte seine Fahrgäste nur noch laut und holprig über den losen Schotter und an chaotischen Märkten und tausenden von Menschen vorbei. Aus der zweispurigen Piste wurde einfach eine vierspurige oder fünfspurige gemacht. Autos, Mopeds, Tuk Tuks, LKW‘s, Fahrradfahrer, Fußgänger und fliegende Händler, kämpften um ihren Platz im Verkehr. 

Die Sonne knallte bei herrlichsten Sonnenschein und gemütlichen 30 Grad auf das Dach des Wagens, deshalb lief die Brühe an unseren Körpern nur so herunter. 

 

Nach gut zwei Stunden landeten wir wohlbehalten am Busbahnhof in Mombasa und es war klar, dass wir sogleich von einer Scharr Schleppern und Tuk Tuk-Fahrern umzingelt werden würden. Nun hieß es Nerven bewahren.

Wir kämpften uns also erst einmal durch das Gewirr und stellten uns mit dem Rücken an eine Wand, damit wir wenigstens hinter uns auf nichts aufpassen mussten. Wir sortierten uns erstmal ignorant, während die Männer um uns herum, auf uns einredeten. 

In unseren Handys suchten wir nach der Route zum Hostel, damit wir wussten wie weit es war und damit wir beim Preis für das Tuk Tuk nicht gleich über’s Ohr gehauen würden.

Doch was war das? Als wir die Route zum „Tulia Old Town Hostel“ in Mombasa eingaben, stand dort plötzlich: dauerhaft geschlossen. Merkwürdig…

Wir Mädels sahen uns verdattert an, während die Typen neben uns mächtig nervten. 

Das das Hostel geschlossen war, konnte ja wohl kaum sein!!! Wir entschieden deshalb, uns als erstes zum Hostel fahren zu lassen, um dort unsere wichtigsten Sachen sicher unterzubringen. Energisch verhandelten wir mit dem Tuk Tuk-Fahrer einen Preis. Dann knatterten wir endlich los und ließen das zwielichtige Gewirr des Busbahnhofs hinter uns. Die Fahrt ging durch die Gassen der Altstadt, hinunter zum Meer. 

Nachdem der Tuk Tuk-Fahrer uns abgeworfen hatte, standen wir nach kurzer Suche vor dem Hostel und vor verschlossenen Türen. Tatsächlich…, das „Tulia Old Town Hostel“ war dauerhaft geschlossen.

Willkommen in Afrika die Dritte!!!

Wir lachten laut auf. Das konnte doch jetzt wirklich nicht wahr sein!!!

Sogleich überlegten wir, was wir nun machen würden, denn so kurz vor Weihnachten waren die Hotelzimmer in Mombasa sicher sehr teuer. Doch zum Glück hatten wir ja noch unser Apartment in Malindi. Wir hatten es trotz des  geplanten, mehrtägigen Ausflugs nach Mombasa durchgehend gebucht und bezahlt, damit wir unsere Fahrräder und das ganze Gepäck dort stehen lassen konnten. 

Nun entschieden wir kurzum, den Tag in Mombasa mit Sightseeing zu verbringen und am Abend mit einem der Sammelbusse, wieder zurück nach Malindi zu fahren.

Wir begannen unser Sightseeing im Fort Jesus, welches von den Portugiesen als Hauptquartier erbaut wurde, jedoch unter anderem auch als grausames Sklavenhaus diente.

Mombasa ist eine lebendige Mischung aus afrikanischen, persischen, arabischen, portugiesischen und britischen Einflüssen, die alle ihre Spuren in der Stadt hinterließen. Die Vergangenheit Mombasa war nicht nur rosig. Aufgrund ihrer strategischen Lage war die Stadt sehr gefragt. Mombasa musste im Laufe der Jahrhunderte gegen zahlreiche, fremde Eindringlinge kämpfen und viele Kriege ertragen. Im 18. und 19. Jahrhundert war Mombasa ein wichtiges Zentrum für den Sklavenhandel. Überbleibsel dieser dunklen Zeit finden sich bis heute im Fort Jesus.

Als wir unsere Tour durch das geschichtsträchtige Fort fast beendet hatten, quatschte uns ein netter, kenianischer Reiseführer auf Deutsch an. Er war gerade mit zwei französischen Damen, mittleren Alters, auf Mombasa-Tour. Der Reiseführer bot uns an, den Rundgang durch die Stadt, mit ihm und den Damen gemeinsam zu machen. Die eineinhalb stündige Tour sollte 20,- US $ kosten.

Wir waren vorerst nicht abgeneigt, sagten dem Reiseführer jedoch, dass wir es uns kurz überlegen wollten, bevor wir uns entscheiden würden. Wir setzen uns in den Schatten und beobachten die Szenerie. Die zwei Französinnen wurden nun zu einem afrikanischen Tanz aufgefordert. Die Damen machten bei diesem Touristen-Nepp heiter mit, während der kenianische Guide das Tänzchen der beiden Grazien, mit dem Handy filmte. Uns war klar, dass wir darauf keinen Bock hatten und nun heimlich die Flucht ergreifen mussten, bevor der Guide uns zu Tode labern würde.

Wir machten uns also langsam auf den Weg zum Ausgang, während der Guide sich schon hektisch umdrehte und nach uns sah. Doch für den Moment kam er nicht aus der Situation, denn er musste ja die zwei tanzenden Grazien filmen.

Ich sagte zu Elli: „ Lass uns gaaanz langsam gehen und erst wenn wir aus seinem Sichtfeld sind, laufen wir los! „

Gesagt, getan… Kaum waren wir aus dem Sichtfeld des Reiseführers, rannten wir kichernd los und flüchteten uns in die nächste Gasse der Altstadt. 

Wir schlenderten durch das Gewirr zum Meer und setzten uns im Schatten unter Bäumen, auf eine Treppe in der Nähe des Wassers. Wir wollten schauen, was wir als nächstes besichtigen wollten.

Es dauerte nicht lange, da raschelte es mächtig in den Blättern des Baumes, über unseren Köpfen und ein riesiger Vogelschiss landete auf dem Kleid von Elli. Ich prustete laut los und mit mir auch einige andere, die auf der Treppe im Schatten verweilten. Größer hätte das Glück wohl nicht sein können!

Wir gingen hinunter zum Meer, wo Elli neben badenden Kindern ihr Kleid im Wasser wusch. 

 

Wir ließen uns nochmal durch die hübschen Gassen der Altstadt treiben, unser Gepäck immer dabei und jeder Zeit fest im Griff und im Blick. 

In der Altstadt von Mombasa fühlten wir uns ein bisschen wie in Kairo. Es gab viele schwarz verhüllte Frauen, da die Stadt eine starke muslimische Prägung hat. Das Tragen von Schleiern, wie Hijab und Niqab sind bei jungen, als auch bei älteren Frauen gängige Praxis und gehören zum Alltag und zum Stadtbild Mombasa, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß. Deshalb waren wir Radmiezen sehr froh, dass wir uns im Vorfeld, für zwei lange, weite, unauffällige, Schulter-und Kniebedeckte, Leinen-Kleider entschieden hatten. So konnten wir uns nun recht frei und mit einem guten Gefühl, durch die Straßen und Märkte der Stadt bewegen.

Immer wieder wurden wir unterwegs von bettelnden Kindern begleitet, die teilweise unsere Hände berührten oder kurz an unseren Armen zogen, um auf sich aufmerksam zu machen. 

Auffällig war auf den Straßen Mombasa auch die hohe Anzahl der Menschen mit Handicap. Wir sahen Wasserköpfe, Blinde und viele andere Menschen, die sich trotz ihrer Einschränkung durchs Leben kämpften.

Wir ließen die Altstadt hinter uns und schlenderten in der prallen Sonne zum Wahrzeichen der Stadt. Die berühmten Tusks-, die vier riesigen Stoßzähne an der Moi Avenue. Sie wurden zum Gedenken an den Besuch von Königin Elisabeth in der Hafenstadt im Jahr 1952 errichtet. Die beiden Stoßzahnpaare markieren heute den Eingang zum Herzen von Mombasa.

Nach der Besichtigung dieses Highlights, waren wir durstig und hungrig wie die Löwen. Wir tingelten zurück zum Meer und ließen uns in dem wohl berühmtesten Restaurant der Stadt nieder. Das Restaurant „Forodhani“ ist bekannt für grandioses Essen, mit fangfrischen Fisch und leckerer Suaheli-Küche, zu günstigen Preisen. 

Inmitten der hektischen Altstadt, welche uns zum Teil auch an die Medinas in Marokko erinnerte, saßen wir nun mit Blick auf das Meer und dem strahlenden blauen Himmel, schweißgebadet, in einer ruhigen, offenen, schattigen Oase, mit einer angenehmen Meeresbrise, bei leckeren Snacks, kalten Getränken und Kaffee, um uns vom ersten Teil des Tages zu sanieren. Phuuu…

 

Nachdem wir gestärkt und nicht mehr ganz so verschwitzt waren, machten wir uns auf den Weg zum Gewürzmarkt. Mit unserem gesamten Hab und Gut kämpften wir uns durch das enge Menschengewusel. 

Auf dem Markt wurden wir wieder von Neppern und Schleppern belagert und bequatscht. Natürlich waren wir darauf gefasst, doch trotzdem ist es immer sehr schade, denn fremde Märkte haben viel zu bieten und sind außerordentlich spannend und interessant. Auch hier hatte man noch nicht verstanden, dass europäische Touristen ganz sicher viel länger verweilen und mehr Dinge kaufen würden, wenn man sie einfach in Ruhe schauen lassen und nicht permanent auf sie einreden würde. Aber so ist das eben mit den verschiedenen Mentalitäten…

Am späten Nachmittag liefen wir zurück zum Busbahnhof, um mit dem Colectivo zurück nach Malindi zu fahren. 

Wir hatten die mehrspurige, stark befahrene, breite Straße vor dem Busbahnhof noch nicht einmal überquert, als uns der erste, dreckige und unangenehm riechende Schlepper schon in seinen Fängen hatte. Er redete auf uns ein, zog an unseren Armen und wollte uns so für sein Busunternehmen werben. 

Aber nicht mit uns mein Lieber!!! Und bevor überhaupt etwas in Richtung Malindi ging, mussten wir erstmal aufs Klo!

Mit dem unangenehmen, stinkenden Schlepper an der Backe, kämpften wir uns wieder einmal durch das Gewimmel und behielten dabei unsere sieben Sachen im Auge. Ein anderer Schlepper, diesmal ein gepflegter Mann, in einem karierten Hemd, hatte die Szenerie scheinbar beobachtet und griff nun ein. Er beschimpfte den Stinkepeter den wir im Schlepptau hatten und bat ihn, dass er uns Damen gefälligst mit etwas Respekt behandeln sollte! 

Der gepflegte Typ im kartierten Hemd war also unser Mann! Er führte uns beschützend zum Klo und brachte uns anschließend zu einem Colectivo, welches uns zurück in das beschauliche Malindi fahren sollte. 

Auch diesmal dauerte es nicht lange bis der klapprige, verrostete Sammelbus seine Passagiere zusammen hatte. Doch bevor wir starteten, versuchten wieder unzählige Händler, ihre Waren durch die kleinen Luken der geöffneten Fenster des Wagens, an die Passagiere zu verkaufen. Sie wechselten sich ab mit den Bettlern, die an die Scheiben des Autos klopften und ihre Hände teilweise hinein streckten.

 

Im Bus war es unerträglich heiß. Wir waren pitschnass. Dann ging es endlich los. Der Fahrtwind brachte etwas Kühlung. 

Unser klappriges Gefährt kämpfte sich langsam durch den Stau und das Straßenchaos von Mombasa. Auf dem Mittelstreifen der mehrspurigen Straße, liefen viele Bettler umher. Da waren erwachsene Söhne, die ihren blinden Vater an der Hand führten, Ehemänner die ihre erkrankte Frau im Rollstuhl vor sich her schoben oder Mütter mit kranken Kindern. Sie alle bettelten in dem Verkehrsgewirr und hofften auf etwas Geld zum überleben.

 

Nachdem wir Mombasa und die maroden Straßen hinter uns gelassen hatten, gab unser Fahrer mächtig Gas. Unter dem bunten, kulturellen Glaubensmix der Fahrgäste im Bus, befand sich auch eine Mutter mit einem süßen Baby und einem kleinen Sohn. Nichts desto trotz fuhr unser Fahrer wie ein Kamikaze und hatte scheinbar großen Spaß an riskanten und sogar lebensgefährlichen Überholmanövern. Doch es half nichts! Augen zu und durch. Wir hatten keinen Einfluss auf das was kam, jaulten aber hier und da ängstlich auf, z.B. wenn der Gegenverkehr schon mehr als nah war und der Motor unserer kollektiven Rostlaube, beim Überholen einfach nicht mehr hergab. Zu unserer Verwunderung blieb die Mutter mit ihren zwei Kindern ruhig. Das Baby schlief die ganze Zeit in ihren Armen und gab keinen Mucks von sich. 

Gegen 19:00 Uhr erreichten wir erleichtert den Busbahnhof von Malindi. Etwas benommen torkelten wir vom Platz. Wir stiegen in ein Tuk Tuk und ließen uns zu unserem Lieblingsrestaurant „Seafood Swahili Dishes“ bringen. 

Was für ein Tag!!!

Rose und Seif

 

Malindi - Dezember 2025

 

 

Als wir unser Gepäck in der kleinen Flughalle abholten, sprach uns ein netter, junger, schwarzer Mann, namens Seif an. Er fragte auf Deutsch nach unserer Herkunft. Wir sagten ihm, dass unser zu Hause in Berlin sei und wir erzählten ihm von unserem Vorhaben, mit dem Fahrrad durch Afrika zu fahren. 

Seif, der in Manchester lebte und zusammen mit seiner Mutter Rose reiste, war begeistert und erzählte uns, dass er aus Manchester kam, jedoch in seiner Kindheit schon in Dortmund, in Deutschland gelebt hatte. Nun besuchte er zusammen mit seiner Mutter, Teile der Familie in Nairobi und die Heimatstadt seiner Mutter, Malindi. Als wir uns verabschiedeten wünschten wir uns gegenseitig alles Gute.

 

 

Als wir zwei Tage später zu Fuß entlang der Straße liefen, hielt neben uns plötzlich ein Wagen. Ein junger, schwarzer Mann lehnte sich aus dem Fenster und sagte auf Deutsch: Hey, erinnert ihr euch? Wir hatten uns bei der Ankunft am Flughafen gesprochen.“ Jetzt machte es bei uns klick. Es war Seif aus Manchester und seine Mutter Rose aus Malindi. Die beiden erzählten uns, dass sie gerade auf dem Markt waren, um ein Geburtstagsgeschenk zu kaufen, mit sie nun auf dem Weg zur Party waren.

Freudestrahlend stiegen Seif und seine Mutter aus dem Wagen. Rose entschuldigte sich dafür, dass sie am Flughafen kein Wort gesagt hatte, weil sie so müde und fertig war. Wir antworteten, dass es uns genauso erging. 

Wir tauschten unsere Nummern aus. Falls wir fragen hätten oder Hilfe benötigten, sollten wir uns melden. Bevor wir uns verabschiedeten, gaben die beiden uns noch einen Tipp mit auf den Weg. Wir sollten unbedingt zur Sabaki-Bridge fahren, denn dort würde eine Nilpferd-Familie leben.

Nachdem die beiden fort waren, amüsierten wir uns über diese zufällige und nette, zweite Begegnung mit ihnen.

Happy Hippos

 

Malindi - 14.Dezember 2025

 

 

Nachdem wir in der Kleinstadt Malindi eine Runde über einen Markt gedreht hatten, ließen wir uns am Nachmittag mit dem Tuk Tuk zur Sabaki-Bridge fahren. Die Brücke war circa 10 Kilometer entfernt und führte über den gleichnamigen Sabaki-Fluss. 

Einige Tage zuvor, hatten wir von der Kenianerin Rose und ihrem Sohn Seif den Tipp bekommen, dass in dem Fluss eine Nilpferd-Familie leben würde und das man diese, entweder in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag zu sehen bekam. Wir waren also sehr gespannt.

 

Unser Tuk Tuk-Fahrer setzte uns hinter der Brücke ab. Die weite Landschaft rund um das breite Flussdelta, war wunderschön. Die Ufer am braunen, ockerfarbenen Fluss, leuchteten in einem saftigen grün. Hier und da standen wieder riesige Baobab-Affenbrotbäume an den Hängen. Zu dieser Jahreszeit führte der Fluss nicht sehr viel Wasser. Zwei Fischer wateten zu Fuß, mit ihren Fangnetzen durch das Hüfthohe, schlammige Wasser.

Wir liefen erst einmal über die Brücke und dem Fluss, der nur wenige Kilometer weiter, in den indischen Ozean mündete. Wie wir gelesen hatten, sollten sich dort die Hippos (Nilpferde) aufhalten. 

Auf der Brücke stressten jedoch wieder einige Typen, die für uns den Guide spielen wollten. Es dauerte eine Weile bis wir sie los waren und wieder einen ungestörten Blick für die schöne Natur haben konnten. 

Am Ende der Brücke, kramten wir unsere Handy aus der Tasche, um den richtigen Weg zur Flussmündung und den Nilpferden, zu finden. Bis dorthin waren einige Kilometer zurückzulegen. 

Unter Beobachtung der vielen Bewohner, liefen wir durch das Dorf und suchten den richtigen Pfad. Kinder rannten schüchtern hinter uns her und kicherten. 

Mutig gingen wir einfach drauf los, denn wir mussten uns sowieso an die Fremde gewöhnen. Der Weg bestand mal aus Sand oder festem, roten Lehm. 

Wir liefen an kleinen Gehöften vorbei, auf denen ockerfarbene Lehmhäuser standen und süße Ziegen umherliefen oder grasten. Frauen verschiedenen Alters, saßen häufig in Gruppen zusammen und verrichteten diverse Arbeiten. Im vorbeigehen winkten wir ihnen zu. In der Regel bekamen wir immer ein freundliches Winken und ein strahlendes Lächeln zurück. 

Irgendwann lief eine Gruppe Jungs hinter uns her. Die Kinder und Halbstarken begleiteten uns auf Schritt und Tritt, jedoch mit respektvollen Abstand. Wir machten uns keine Sorgen, denn die Jungs waren süß. Hier und da sprachen sie vertraut mit den Frauen und Männern, die wir auf dem Weg zur Flussmündung trafen. Die Kids gehörten eindeutig zur Dorfgemeinschaft. 

Der Älteste, ein 18. jähriger, hübscher Bursche, mit tiefschwarzer Haut und einem stolzen, eleganten Gang, wies uns mit dezenter Zurückhaltung, immer wieder den Weg. Der junge Mann wollte wohl unser Guide sein und sich etwas Geld verdienen, obwohl der Weg zur Mündung, für uns nicht schwer zu erkennen war. 

Inzwischen waren wir eine richtige kleine Wandergruppe. Es gesellten sich noch einige Kinder dazu. Von klein bis groß war alles dabei. Die 8 Kinder und Jugendlichen, die uns von nun an begleiteten, wirkten sehr natürlich. Sie machten neben uns Faxen, hörten Musik, pupsten laut herum, kicherten, schlugen Purzelbäume, hüpften in die Mangroven oder sammelten Federn und Muscheln, die sie uns dann in die Hand legten. Wir schmunzelten. In Afrika war man eben nie alleine. Die Gesellschaft der Kinder war für uns nicht unangenehm, denn sie waren wirklich sehr nett und respektvoll.

Außer uns gab es keine weiteren Touristen, deshalb waren wir um so erstaunter, als irgendwo im Nirgendwo plötzlich ein „Besucherzentrum“ auftauchte, wo für den Besuch der Biosphäre eine Gebühr zu entrichten war. Ein Mann bequemte sich aus seinem Plastikstuhl, der im Schatten eines Baumes stand und kam uns entgegen. Pro Person sollten wir nun 500,- KES bezahlen. Wir kramten Bargeld aus unserer Tasche, doch dann entdeckten wir auf einem Schild, dass man auch mit M-Pesa bezahlen konnte. Etwas mürrisch ließ der Mann uns gewähren, obwohl ihm unser Bargeld für die eigene Tasche, wohl lieber gewesen wäre. 

Nachdem wir bezahlt hatten, ging es mit den Kindern voran, über lange Holzstege, durch dichte Mangroven, hinunter zum Fluss. Von einer kleinen Plattform, blickten wir über das breite Flussdelta des Sabaki-River. Im flachen Wasser und Schlamm, tummelten sich hunderte rosafarbene Flamingos und andere Wasservögel. 

Mit den Jungs hielten wir gemeinsam Ausschau nach Nilpferden. Sie zeigten mit dem Finger in die Ferne, doch wir konnten die Nilpferde nicht erkennen, so sehr wir es auch versuchten. 

Mit den Kids liefen wir weiter durch Mangroven, bis wir die Flussmündung und den wunderschönen Strand am Meer erreichten. Ausgelassen sprangen und tobten die Jungs umher, während das warme Sonnenlicht des späten Nachmittags das rosafarbene Gefieder, der unzähligen Flamingos im Wasser des Flusses, aufleuchten ließ. 

Am Strand entdeckten wir den riesigen Panzer, einer toten Schildkröte. Das Skelett der Turtle, lag samt Kopf, im Sand verstreut. Die Jungs machten sich daraus einen Spaß und setzten das Skelett wieder zusammen. 

Wir liefen durch den warmen Sand am Strand entlang. Plötzlich zeigten die Kids mit den Fingern in die Ferne. Dort wo der Fluss in das Meer mündete, lag etwas großes, dunkles im Wasser. Die Jungs sagten uns, dass es ein Nilpferd sei. 

Wir liefen dem Koloss also schnellen Fußes entgegen. Als wir näher kamen, sahen wir Mädels uns enttäuscht an und sagten: „Das ist ja wohl kein Nilpferd, sondern ein Felsen! Die Jungs veräppeln uns doch! Und seit wann schwimmen Nilpferde im Meer!“

Wir blickten weiter auf das Meer, denn die Kids meinten, dass dort wirklich Nilpferde schwimmen würden. Nach einigen Minuten tauchte im Wasser, zwischen den Wellen, tatsächlich ein riesiges Hippo auf. Wir waren völlig aus dem Häuschen. Das Nilpferd tauchte mal auf und ab. Plötzlich bewegte sich auch der vermeintlich, große Felsen, der auf der Sandbank lag und lief gemächlich ins Wasser. Wir sahen uns unglaublich an und lachten. Von wegen Felsen…

Noch bevor die Sonne unterging, liefen wir mit den Jungs den weiten Weg zurück und es war klar, dass der Älteste ein Trinkgeld von uns erwartete. Wir waren hin- und hergerissen. Auf der einen Seite hatten wir wirklich großen Spaß und hätten ohne die Jungs, die Nilpferde wohl nicht gesehen. Andererseits hatten wir nicht um einen Guide gebeten, zumal sie eigentlich auch noch Kinder waren. Der Älteste hatte es eben geschickt angestellt. 

Mit der Meute Kinder um uns herum, liefen wir fröhlich zurück zum Dorf. Unsere Gruppe wurde allmählich kleiner, denn die meisten Kinder gingen zurück zu ihren Hütten. Nur der Älteste, sein Bruder und ein Freund blieben an unserer Seite. Noch bevor wir die Hauptstraße an der Sabaki-Bridge erreichten, schlossen sich uns jedoch wieder unzählige andere Kinder an. 

In einem kleinen Kiosk kauften wir kalte Getränke, für uns und die drei Jungs, während das halbe Dorf um uns herum stand und auch etwas haben wollte. Nun wurde uns die Sache zu bunt! Wir gaben dem ältesten Jungen 500,- KES. Das waren umgerechnet circa 3,30 Euro. Wir nahmen uns vor, solche Situationen beim nächsten Mal besser zu lösen. In Afrika hatten wir noch viel zu lernen!

Martina

 

Watamu - 16. Dezember 2025

 

Ich tingelte nochmal alleine den wunderschönen Watamu-Beach hoch und runter, währen Elli sich sonnte. Als ich zurück war, ging ich nochmals im Wasser baden. Im warmen Nass, tummelte sich neben mir ein kleines, kenianisches Mädchen, mit kurzen Haaren. Das Mädchen war vielleicht 8 oder 9 Jahre alt. Ich lag faul im Wasser und beobachte, wie die Kleine tauchte und im Wasser verspielt einige Rollen drehte.

Das Mädchen kam immer näher an mich heran und planschte genüsslich um mich herum. Ich sagte nichts und lächelte nur. Irgendwann war mir das Kind so Körper nah, dass man hätte meinen können, dass es zu mir gehörte. Ich war mal wieder fasziniert, dass die Kinder, wie auch Erwachsenen, hier in Malindi, scheinbar keine Berührungsängste verspürten, sondern, dass sie eher die Nähe anderer Mitmenschen suchten und es völlig natürlich und normal war, wenn man auch Fremden auf den Pelz rückte, ohne sich dabei irgendwelche Gedanken zu machen. 

Nach circa 5 Minuten planschen, tauchen und schniefen, hautnah an meiner Seite, fragte mich das süße Mädchen schüchtern: „What’s your Name?“ und ich antwortete: Nadine. Ich fragte sogleich nach ihrem Namen. Sie hieß Martina und sie erzählte mir, dass sie in den Weihnachtsferien, zu Besuch bei ihrer Großmutter in Watamu war, die direkt am Strand, in unmittelbarer Nähe, einen kleinen Verkaufsladen hatte. Ich unterhielt mich noch eine Weile mit kleinen Martina und verabschiedete mich später von ihr.

 

Martina war nur ein Beispiel, für vielen, hautnahen Begegnungen, die wir in Malindi hatten.

Nairobi

Jubel, Trubel und Heiterkeit in der City von Nairobi. (Moi Avenue)

Nairobi

 

Nairobi 18.12 - 21.12.2024

 

Am Flughafen in Nairobi bestellten wir ein UBER XXL und ließen uns mit all unserem Gepäck zum Hotel, am Rande der Stadt fahren. Die Fahrt führte entlang des Nairobi-Nationalpark und vorbei an einigen Slums. Am Rande der Straße schliefen Menschen in der prallen Sonne. Ziegen und Kühe liefen neben der Autobahn her. Nairobi war ein krasser Kontrast zu dem beschaulichen Malindi.

 

Ganz Nairobi ist ein Markt.

Bruno und Roberta mitten im Chaos, auf der Moi-Avenue.

In unserem Hotel in Nairobi, machten wir uns aufgeregt an die Arbeit und bauten unserer Fahrräder zusammen. Wir waren sehr gespannt, ob sie die lange Reise von Berlin nach Kenia und die Inlandsflüge in Kenia gut überstanden hatten und ob wirklich noch alle Teile vorhanden waren.

Doch alles hatte prima geklappt. Wir verbrachten den gesamten Nachmittag und Abend mit der Bastelei an unseren Bikes. Für die ein oder andere knifflige Geschichte, waren die Reparatur-Videos, die wir zu Hause mit Ingo in seiner Werkstatt gedreht hatten, sehr hilfreich. Wir waren jetzt erstmal sehr Happy, dass wir es tatsächlich mit all unserem Gepäck und den Fahrrädern bis hier her geschafft hatten. 

Unser Hotelzimmer wurde in Nairobi zur Werkstatt und Wäschekammer umfunktioniert.

Hier füllen wir Schlauch-bzw. Dichtmilch ein, um Reifenpannen zu verhindern, denn im Vorfeld hatten wir gelesen, dass in Kenia die Dornen der Akazien-Bäume ziemlich nerven können.

Werkstatt oder Hotelzimmer? Radmiezen-Chaos...

Bruno und Roberta sind natürlich immer mit dabei...

Jenseits von Afrika

 

Am darauffolgenden Tag, besichtigten wir das Zentrum von Nairobi. Wir ließen uns von dem Taxifahrer am Massai-Markt absetzen. Der Markt wirkte auf uns touristisch, nur dass es außer uns keine anderen Touristen gab. 

Wir peesten also schnellen Fußes an den Marktständen vorbei, damit wir von den Verkäufern nicht zugetextet wurden. Anschließend ließen wir uns treiben und folgten dem Menschenstrom. Nun waren wir im Herz des Stadtzentrums angekommen. Wahnsinn wie viele Menschen auf den Hauptstraßen Nairobis unterwegs waren. Unser Adrenalin schoss in die Höhe. Wir mussten nun wieder mehr als vorsichtig und wachsam sein.

Es war Freitag Abend und auf den Straßen herrschte Volksfeststimmung. Wir nahmen unsere Rucksäcke nach vorne und hielten sie beim Laufen fest in unseren Armen und im Blick.

Auf den Straßen rund um die Moi Avenue, ging es chaotisch zu. Tausende Menschen, drängten sich durch die Geschäfte und an Bussen, Mopeds und hupenden Autos vorbei. Aus vielen Shops dröhnte laut Musik. Nicht nur in den Läden, sondern auch auf den Gehwegen wurden, diverse Waren verkauft. Obst, Gemüse, Klamotten, Sneaker, Elektronik, eben alles was das Herz begehrt. Es gab viele Obdachlose und Bettler. Unter ihnen auch sehr viele Frauen, die mit ihren Babys und Kleinkindern, auf der Straße lebten. 

Inmitten der Menschenmassen, fühlten wir Mädels uns mal wieder wie zwei Pinguine in der Bronx und wunderten uns sehr darüber, dass wir keinen einzigen anderen Touristen sahen. 

Mit dem Einbruch der Dunkelheit verließen wir die City Nairobis und fuhren zurück zu unserem kleinen Hotel.

Das Haus von Karen Blixen, heute ein Museum in einem Vorort von Nairobi ( Kenia).

Es ist ein beliebtes Museum am Fuße der Ngong-Berge, das Einblicke in das Leben der dänischen Autorin (Jenseits von Afrika) und ihre Kaffeeplantage im frühen 20. Jahrhundert, mit Originalmöbeln und Requisiten aus dem berühmten Film gibt. Besucher können das historische Farmhaus, die Gärten und die ursprüngliche Kaffee-Verarbeitungsanlage erkunden.

Südwestlich von Nairobi, ganz nahe des Nairobi Nationalparks, liegen die Ngong-Hills. Die Bergkette mit vier Hügeln, die an der höchsten Stelle 2460 Meter ist, ist bekannt aus dem Film "Jenseits von Afrika". Das Haus von Karen Blixen ist darin hin und wieder vor den Hügeln zu sehen - und Denys Finch Hatton liegt hier begraben.

Karen Blixen 1916, am Fuße der Ngong Hills eine Kaffeefarm eröffnet und auf 2400 Hektar Land Kaffee angebaut - obwohl sich die Gegend dafür nicht besonders gut geeignet hat. In dieser Gegend lernte sie auch Denys Finch Hatton kennen, einen adeligen Großwildjäger, der sich mit der Zeit von der Jagd hin zum Naturschutz und zu Safaris mit Kameras entwickelt hat. Wer den Film "Jenseits von Afrika" kennt, kennt auch die Geschichte der beiden - sie beruht auf Blixens Biografie. Blixen wohnte übrigens ganz in der Nähe: Ihr einstiges Wohnhaus ist seit rund drei Jahrzehnten ein Museum und befindet sich Luftlinie keine acht Kilometer entfernt in Nairobi.

Als Denys Finch Hatton 1931 mit dem Flugzeug abstürzte, wurde seinem Wunsch entsprochen und er wurde in den Ngong Hills begraben. Das äußerst unauffällige Grab befindet sich an den östlichen Hängen mit Blick auf den Nairobi Nationalpark. Es liegt in einem Garten und ist durch eine große Säule gekennezeichnet. Einer Legende nach, die Karen Blixen selbst ins Leben gerufen haben soll, sollen lange Zeit eine Löwin und ein Löwe Wache am Grab gehalten haben. Heute kommen sie allerdings nicht mehr ans Grab, weil ein Zaun die Gedenkstätte schützt.

Elli in der Küche von Karen Blixen.

Tabu:

Leider durfte man in dem Haupt- und Farmhaus von Karen Blixen keine Fotos machen.

Und zu guter Letzt:

 

Toiletten-Geschichten

 

Für alle die schon immer mal wissen wollten, wie die Klos am anderen Ender der Welt aussehen.