Vom Antelope Park nach Harare - 10. Mai 2026
Richard, der Manager des Antelope Parks, hatte gerade ein paar Tage frei und lud mich deshalb in sein Haus in Harare ein. Zusammen mit Mandy (der Tochter des Eigentümers des Antelope Parks) plante er für mich eine "Drei-Tage-Route" in die Hauptstadt, mit verschiedenen Übernachtungsmöglichkeiten. Kurz vor den Toren der Stadt, wollte Richard mich dann mit seinem Truck abholen.
Der Abschied vom Antelope Park fiel mir schwer. Doch ich musste weiter, zumal mein Visum für Simbabwe bald ablief.
Gegen 7:00 Uhr saß ich also wieder auf meinem Rad und pedalte in Richtung Harare. Mit einem breiten und glückseligen Grinsen im Gesicht, trug ich dabei all die schönen Erinnerungen und Erlebnisse der letzten Tage, in meinem Herzen.
Für den ersten Tag der Strecke in Richtung Hauptstadt, hatten Richard und Mandy mir als Tagesziel die circa 80 Kilometer entfernte Kleinstadt Kwekwe vorgeschlagen. Da ich Kwekwe jedoch schon um 13:00 Uhr am Mittag erreichte, legte ich dort nur eine Pause in einem Fastfood-Restaurants ein und radelte anschließend weiter.
Als die Sonne gegen 17:00 Uhr allmählich unterging, machte ich mich auf die Suche nach einem Wildcampingplatz. Auf einem Maisfeld fand ich ein hübsches, verstecktes Plätzchen. Um unentdeckt zu bleiben, machte ich nach Einbruch der Dunkelheit in der Regel kein Licht mehr an. Nur mein Handy spendete mir allabendlich etwas Licht, wenn ich meine Erinnerungen und Eindrücke in mein Tagebuch schrieb. Meist lauschte ich dabei noch lange den Geräuschen in der Umgebung, um sicher zu gehen das alles in Ordnung war und der Platz zum schlafen sicher.
Bei den beiden alten Flugzeugen in der Stadt Chegutu handelt es sich zwei ausrangierte Vickers Viscount-Passagierflugzeuge. In den späten 1990er Jahren wurden sie am Rande der Stadt aufgestellt und sollten als einigartiges Restaurant und Bar dienen. Aufgrund von Rechtsstreitigkeiten und Bränden verfielen die Flugzeuge jedoch und
geben heute deshalb nur noch eine coole Fotokulisse ab.
Vom Antelope Park nach Harare - 11. Mai 2026
Zu Hause bei Via
Da ich mich am Abend zuvor in meinem Zelt früh schlafen gelegt hatte, wurde ich am nächsten Morgen schon gegen 4:00 Uhr wach. Auf meinem Wildcampingplatz mitten Maisfeld, war es herrlich ruhig. Ich öffnete das Zelt und blickte in einen wunderschönen und sternenklaren Himmel. Die Luft war feucht und kühl. Schnell streifte ich mir deshalb einen warmen Pullover über den Kopf und kochte mir einen heißen Kaffee.
Mit der Tasse Kaffee in der Hand, stand ich in der Dunkelheit auf dem Maisfeld und blickte in diesen fantastischen Himmel. Langsam setzte am Horizont das Morgengrauen ein und die Sterne verblassten. Es war Zeit meine Sachen zusammenzupacken.
Gegen 6:30 Uhr schob ich meinem schwer beladenen Rad, angestrengt über das unebene Maisfeld, um wieder zur Straße zu gelangen. Als ich diese fast erreicht hatte, kam dort ein Mann auf seinem Fahrrad entlang. Als er mich entdeckte, hielt er abrupt an, um mit einem grimmigen Gesichtsausdruck auf mich zu warten. Da Angriff bekanntlich die beste Verteidigung ist, setzte ich ein breites Lächeln auf und schrie dem Mann ein lautes „Good Morning!“ entgegen, während ich ihm dabei freudestrahlend zuwinkte. Als ich schließlich vor dem Mann stand, fragte er mich in einem strengen Ton, wo ich herkomme und was ich hier mache. Mit einem aufgesetzten fröhlichen Lachen erklärte ich dem Herrn, dass ich auf dem Feld übernachtet hatte. Daraufhin sagte der Mann barsch: „Das ist mein Feld! Ich bin der Eigentümer!“ Ich lächelte und sagte freundlich: „Ohhh…!“ Nach einigen Sekunden der Stille erwiderte der grimmige Farmer zähneknirschend: „Ok, you are very welcome!“ (Ok, sie sind herzlich willkommen!) Ich bedankte mich und wünschte dem Farmer einen schönen Tag. Nachdem das geklärt war, stieg ich wieder auf mein Rad und kurbelte grinsend los.
Frühstück vor einer kleinen Grocery auf der Strecke nach Harare.
Für diesen Tag hatte Richard eine Übernachtung in der Bryden Country School, bei Chegutu, für mich organisiert. Die Bryden School ist eine unabhängige private Schule mit Internat und Tagesbetreuung für Jungen und Mädchen. Über WhatsApp sollte ich mich bei der Schulleiterin Via Fick melden. Nachdem ich mit Via getextet hatte, verabredeten wir uns für den Nachmittag. An diesem Tag war Via sehr beschäftigt, denn es war der erste Schultag nach den großen Ferien. Trotz allem wollte mich Via bei sich zu Hause empfangen.
In meinen Gedanken war ich eigentlich davon ausgegangen, dass ich irgendwo in der Schule übernachten dürfte und sah mich mit meinem Zelt schon in einem der Klassenzimmer stehen.
Als ich die Bryden Country School und das riesige, gepflegte Gelände erreicht hatte, wies mir der Pförtner am Tor den Weg. Am Hauptgebäude empfing mich daraufhin ein netter, weißer, älterer Herr mit Hut, in einem klassischen englischen Stil und brachte mich zu dem großen, weißen Haus der Schulleiterin Via Fick. Via steckte noch in einem Meeting, doch ich sollte mich ruhig schon mal umsehen. Das Haus hatte einen großen Garten. Während ich auf Via wartete, stellte ich mein Zelt zum trocknen auf. Es dauerte jedoch nicht lange, dann kam Via von der Schule herüber gelaufen, um mic zu begrüßen. Die Schulleiterin war eine hübsche, schlanke, sympathische Frau, im mittleren Alter. Via war allerdings etwas in Eile und führte mich nur kurz durch das Haus. Vom Kühlschrank bis zur Waschmaschine sollte ich alles nutzen und mich wie zu Hause fühlen.
Nachdem Via mir das Haus gezeigt hatte, ging sie wieder zur Schule und an die Arbeit.
Freudestrahlend sprang ich währenddessen unter die Dusche und schmiss eine Maschine mit meiner Schmutzwäsche an. Zwischendurch lernte ich kurz Via‘s Ehemann und zwei ihrer drei Töchter kennen. Doch auch sie waren in Eile und auf dem Sprung nach Harare.
Als Via später von der Arbeit kam, saßen wir noch eine Weile in dem gemütliches und geschmackvoll eingerichteten Wohnzimmer des Hauses und unterhielten uns bei Essen und Tee über Gott und die Welt. Es war eine kurze aber unverhofft schöne Begegnung.
Die herzliche Gastfreundschaft der netten und hübschen Schulleiterin Via,
bleibt für mich unvergessen!
Das gemütliche und sehr geschmackvoll eingerichtete Wohnzimmer
im Haus von Via und ihrer Familie.
Vom Antelope Park nach Harare - 12. Mai 2026
Richard und Jenny
Am Morgen erwachte ich im Haus meiner Gastgeberin Via, der Schulleiterin der Bryden School, bei Chegutu. Nachdem wir beide aufgestanden waren, tranken wir im Wohnzimmer gemeinsam einen Kaffee. Doch schon kurz darauf musste sich Via fertig für die Arbeit machen. Auch ich durfte nicht bummeln, denn bis nach Harare, waren an diesem Tag circa 100 Kilometer zurückzulegen.
Im Garten schossen Via und ich noch ein gemeinsames Foto, dann verabschiedeten wir uns voneinander. Via lief hinüber zur Schule, während ich wieder auf mein Rad stieg, um in Richtung Hauptstadt zu radeln.
Mein Tag auf dem Rad verlief super. Auf dem Asphalt rollte es sich prima. Ich radelte durch ein leicht hügeliges Land, mit goldgelben Gräsern und tiefroter Erde, während die Sonne vom Himmel schien. Obwohl ich in Richtung Hauptstadt unterwegs war, hielt sich der Verkehr in Grenzen. Hier und da radelte ich wieder an großen chinesischen Werken vorbei.
Da Richard (der Manager des Antelope Parks) mich eingeladen hatte, in seinem Haus in Harare zu übernachten, schrieb ich ihn von unterwegs an, um ihn mit meinen aktuellen Standpunkten auf dem laufenden zu halten. Wir verabredeten uns am Rande der Stadt, am Longcheng Plaza, einem großen chinesischen Komplex. Dort wollte Richard mich abholen, damit ich mit meinem Fahrrad nicht durch die ganze Stadt fahren musste.
Da ich etwas früher als erwartet am Longcheng Plaza eintraf, sah ich mich dort ein wenig um und warte in einem der Fastfood Restaurants. Als Richard dann eintraf, begrüßten wir uns herzlich. Anschließend gingen wir vor die Tür, um mein Fahrrad mit Seilen auf der Ladefläche des Trucks zu befestigen.
Am Stadtrand von Harare traf ich Richard.
Mit meinem Fahrrad auf der Ladefläche des Geländewagens,
fuhren wir zum Haus von Richard und Jenny in der Stadt.
Auf dem Weg zum Haus von Richard, fuhren wir durch die Stadt. Auf den Straßen war wirklich viel los. Da es in Harare außer Busse keine weiteren öffentlichen Verkehrsmittel gibt, staute sich der Verkehr enorm. Als wir das Haus schließlich erreichten, lernte ich Richards liebevolle Frau Jenny kennen. Sie arbeitete als kreative Künstlerin und erstellte unter anderem kleine Kinderbücher mit Geschichten und Bildern über die Tierwelt Afrikas.
Nachdem ich geduscht hatte, saß ich mit Jenny und Richard beim Abendessen. Die beiden hatten etwas leckeres gekocht. Ich wurde mit Kartoffelbrei, gegrillten Kürbis und gebratenen Hackfleisch verwöhnt. Im Anschluss gab es eine große Portion Eis.
Da mir der Ablaufs meines Visums für Simbabwe im Nacken saß, empfahl mir Richard, mich nicht allzu lange in der Stadt Harare aufzuhalten und lieber weiterzufahren, damit ich noch einige schöne Plätze in der Natur zu besichtigen konnte. Für die nächste Nacht hatte Richard mir deshalb eine Übernachtung, bei einem langjährigen Freund, auf dem Gelände der "Peterhouse Schoo"l, circa 100 Kilometer von Harare entfernt, organisiert.
Beim Abendessen im Haus von Jenny und Richard, in Harare.
Vom Antelope Park nach Harare - 13. Mai 2026
Cam und Paul
An diesem Morgen fuhr Richard mich in seinem Geländewagen, samt Fahrrad und Gepäck, wieder an den Stadtrand von Harare, damit ich von dort aus in Richtung Grenze nach Mosambik radeln konnte.
In der kommenden Nacht war ich herzlich eingeladen, bei einem langjährigen Freund von Richard zu übernachten. Ich fühlte mich sehr geehrt, denn Paul Martin war seit 2020 der Headmaster (Schulleiter) des “Springvale House” im “Peterhouse”. Das „Peterhouse“ ist eine Schulgruppe, bestehend aus Peterhouse Boys, Peterhouse Girls, Springvale House und dem Peterhouse Kindergarten. Die Schulen liegen inmitten einer wunderschönen ländlichen Umgebung. Das unabhängige Internat gilt als eines der besten in Simbabwe und als eine der führenden Privatschulen im südlichen Afrika.
Nach circa 80 geradelten Kilometern, erreichte ich am Nachmittag das Tor zum „Peterhouse Girls“. Ich fragte mich auf dem riesigen und super akkurat gepflegten Gelände durch, bis ich das Haus vom „Boss“ gefunden hatte.
Ich wartete vor dem Tor des Hauses auf Paul. Es dauerte nicht lange, dann kam der "Headmaster" im Eilschritt aus der Schule gelaufen, um mich zu empfangen.
Paul war ein kräftiger, sportlicher, weißer Mann, im mittleren Alter. Obwohl er mächtig unter Zeitdruck stand und zurück in die Schule musste, war die Begrüßung außerordentlich herzlich.
Im Schnelldurchlauf führte mich Paul durch das große Haus und zeigte mir das Zimmer, in dem ich übernachten durfte. Es war gemütlich eingerichtet und hatte sogar ein eigenes Bad.
Nachdem mich Paul herumgeführt hatte sagte er, dass ich mich wie zu Hause fühlen soll. Coke, Bier und Juice wären im Kühlschrank und seine Frau müsste bald eintreffen. Wir verabredeten uns daraufhin zum Abendessen im Haus. Im Eilschritt lief Paul wieder zurück zur Schule. Als ich dann alleine im Haus war, nahm ich den "Headmaster" beim Wort. Ich öffnete mir eine kalte Coke und genoss den späten Nachmittag planschend in der Badewanne. Wieder einmal war ich völlig überwältigt, von der enormen Gastfreundschaft in Simbabwe. Was für ein Glück ich doch hatte, so viele nette Menschen auf meiner Reise kennenzulernen...
Schnappschuss im Wohnzimmer des "Headmaster", nach meiner Ankunft im "Peterhouse".
Zum Abendessen lernte ich auch Paul's nette Frau Cam kennen. Stolz erzählten mir Cam und Paul von ihrer 14 jährigen Tochter, die gerade in der Natur unterwegs war, um den Gipfel des Mount Nyangani, den höchsten Berg Simbabwes zu besteigen.
Paul und Cam waren sehr interessiert an meiner Reise und stellten tausend Fragen. Ich beantworte sie gerne, doch ich hatte mindestens genauso viele Fragen zu ihrem Leben auf dem Gelände der "Peterhouse School".
Während wir uns angeregt unterhielten, wurde ich an diesem Abend wieder mit einem fantastischen Essen verwöhnt.
Eigentlich wollte ich nur eine Nacht bei Cam und Paul bleiben, doch die beiden waren so nett und die Umgebung so interessant, dass ich spontan beschloss einen Pausentag einzulegen. Cam und Paul freuten sich darüber sehr.
Schnappschuss mit meinen liebevollen Gastgebern Cam und Paul im "Peterhouse".
Im Haus von Cam und Paul.
links: Das Wohnzimmer mit Esstisch
rechts: mein tolles Zimmer mit eigenem Bad
Vom Antelope Park nach Harare - 14. Mai 2026
Die Peterhouse Schule und der Gosho Park
Als ich am Morgen in meinem schönen Zimmer, in dem Haus von Cam und Paul, auf dem Gelände der Peterhouse-Schule erwachte, krabbelte ich glücklich aus dem Bett. Ich war sehr gespannt auf den Tag und neugierig auf die Peterhouse-Schule. Doch erst einmal benötigte ich einen Kaffee. Cam war schon früh aus dem Haus. Sie arbeitete als Lehrerin und musste täglich 100 Kilometer nach Harare zur Arbeit fahren. Auf dem Esstisch im Wohnzimmer hatte sie auf einem Tablett Kaffee, Zucker, heißes Wasser, einige Leckereien und Obst für mich bereit gestellt. Während ich genüsslich meinen Kaffee schlürfte, warteten die vier Hunde und die zwei Katzen ungeduldig auf ihre Streicheleinheiten.
Gegen 6:30 Uhr gesellte sich Paul zu mir an Tisch und fragte mich, ob ich nicht Lust hätte, mit meinem beladenen Fahrrad zur Schule zu kommen, um den Kindern nach der morgendlichen Ansprache etwas über meine Reise zu erzählen. Danach könnte ich mir das Gelände der Schule ansehen und 12.00 Uhr würden wir uns dann zum Mittagessen in der Mensa treffen. Ich war herzlich eingeladen. Am Nachmittag könnte ich dann den Gosha Park besichtigen. Lachend willigte ich ein und freute mich über die riesige Gastfreundschaft. Zwar machte ich mir ein paar Gedanken wegen meines schlechten Englisch, doch Paul sagte es wäre gut genug und die Kinder würden sich ganz bestimmt freuen.
Nachdem ich meinen Kaffee getrunken hatte, machte ich mich mit meinem beladenen Fahrrad auf den Weg zum Office der Peterhouse Schule. Paul empfing mich und stellte mich allen möglichen Lehrern und Sekretärinnen vor. Dann war es Zeit für die morgendliche Andacht im freien.
Auf einer Art Tribüne durfte ich neben den Lehrern Platz nehmen. Die Schüler (6 bis 12 Jahre) versammelten sich vor der Bühne und stellten sich in ihren Uniformen, ordnungsgemäß in Reih und Glied. Dann kehrte Stille ein und Paul der Headmaster (Schulleiter), begann seine Rede.
In einem strengen, lauten und autoritären Ton, sprach er zu den Kindern und stimmte sie auf den Tag in der Schule ein. Zum Abschluss seiner Rede wurde ein Gebet gesprochen. Das Gebet an der Peterhouse Schule ist tief im christlichen Glauben verwurzelt und täglicher Teil des spirituellen Lebens.
Nach der Andacht ging ein Teil der Schüler in die Klassenräume zum Unterricht. Circa 30 Schüler blieben jedoch bei der Tribüne und setzten sich zusammen mit drei Lehrerinnen auf die Stufen des kleinen Amphitheaters, um meinen Erzählungen zu lauschen.
Etwas aufgeregt begann ich von meiner Reise durch Afrika und durch den Rest der Welt zu erzählen. Ich erzählte den Kindern von meiner Herkunft, der Entstehung meines Traumes mit dem Fahrrad die Welt zu bereisen, dass ich zusammen mit Ilka schon alle Kontinente der Welt und über 45 Länder bereist hatte und brachte einige lustige Anekdoten aus dem Radalltag zum Besten.
Als ich spürte das die Kinder mich verstanden und mir gebannt zuhörten, verlor ich mein Lampenfieber und wurde lockerer. Nachdem ich circa 15 Minuten zu den Kids gesprochen hatte, durften sie Fragen stellen. Es waren jedoch so viele (vor allem von interessierten Mädchen), dass die Lehrerinnen die Bremse zogen.
Nach meinen Erzählungen führte ich die Schüler noch zu meinem Fahrrad, um es zu begutachten. Auch hier stellten mir die Kids, so wie auch die Lehrerinnen, viele Fragen.
Zum Abschluss schossen wir auf Wunsch noch einige Fotos zur Erinnerung. Für mich wurde der Morgen in der Peterhouse School zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Happy Radmieze mit den Kids der Peterhouse School.
Blick in zwei der Klassenräume, in einen der Schlafsäle und die Mensa.
Nach meinem kleinen Vortrag über das Reisen durch die Welt, führte mich Jaqueline, eine der Lehrerinnen, über das riesige, geschichtsträchtige Gelände der Peterhouse-School. Wir besichtigten einige Klassenzimmer, die antike Sporthalle, die Schlafsäle des Internats und die Mensa. Als mich Jaqueline dann zum hauseigenen Museum für Naturkunde auf dem Campus brachte, bekam ich den Schnabel nicht mehr zu. Das Naturkundemuseum beherbergt es eine Sammlung von Wildtier- und Umweltpräparaten. Es dient als Eckpfeiler des Umweltbildungs- und Wildtierkunde-Lehrplans der Peterhouse Schule und steht in erster Linie den Schülern der Einrichtung zur Verfügung.
Als Jaqueline merkte, wie fasziniert ich von der Ausstellung im Museum war, bot sie mir an, die Tür des Hauses für mich geöffnet zu lassen, damit ich nach unserem Rundgang nochmal zurückkehren konnte, um mir alles in Ruhe anzusehen. Ich war baff!!! Das Vertrauen der Menschen war enorm.
Circa eineinhalb stunden verbrachte ich nochmal in dem kleinen Museum. Es war so spannend, dass ich dort am liebsten eingezogen wäre… :)
Radmieze Nadine erkundet das kleine und spannende Museum für Naturkunde,
auf dem Gelände der Peterhouse School.
Humor haben die Afrikaner auch...:)
Kurios:
In dem kleinen Museum für Naturkunde, waren auch die Embryos
einiger Tiere in Gläsern ausgestellt.
links: Buschschwein, mitte: Elefant, rechts: Impala
Brrrr...
Die Tierpräparate an den Wänden erinnerten mich irgendwie an die Muppet Show... :)
Friendly Africa... :)
Cooles hauseigenes Museum für Naturkunde, auf dem Campus der Peterhouse School.
Spannender und interessanter konnte ein Museum für mich kaum sein...
Der Gosho Park
Der Gosho Park ist ein circa 3,4 km² großes Naturschutzgebiet, das von der Peterhouse-Schulgruppe verwaltet wird. Die Geschichte des Gosho Parks begann 1984, als Peter Ginn, ein bekannter Vogelfotograf und Geographielehrer an der Peterhouse-Schule, einen Zaun um das Schutzgebiet errichten ließ, um Wildtiere im Park anzusiedeln. Inzwischen beherbergt der Gosho Park zahlreiche Wildtiere, unter anderem: Giraffen und Zebras, Gnus, Elenantilopen und Kudus.
Ich war neugierig und machte mich auf den Weg zum Gosho Park. Da der Park direkt an das Gelände der Peterhouse-Schule angrenzt, konnte ich den Park fußläufig erreichen. Gute dreieinhalb Stunden streifte ich mutterseelenallein durch das raubtierfreie Gelände und wanderte durch offene Graslandschaften mit goldgelben Gras und wunderschöne Miombo-Wälder. Im Dickicht entdeckte ich Impalas, Kudus und ein Gnu. Letzteres war von meinem Erscheinen nicht gerade begeistert. Als das Gnu mich entdeckte, grunste und schnaufte laut vor sich hin, um mir die Wacht anzusagen.
Unterwegs im Gosha Park.
Wunderschöne Landschaft mit spektakulären Granitfelsen und Felsformationen.
Nach Giraffen und Zebras hielt ich im Gosho Park allerdings vergeblich Ausschau, doch das machte nichts, denn die Umgebung des Parks war auch so schon paradiesisch. Die Landschaft war geprägt von wunderschönen Granitfelsen und spektakulären Felsformationen. Zum Sonnenuntergang boten mir diese eine traumhafte Aussicht.
Erst kurz vor Einbruch der Dunkelheit, war ich zurück am Tor. Das Naturschutzgebiet war so schön, dass ich dort am liebsten die Nacht verbracht hätte.
Traumhafter Sonnenuntergang im Gosho Park.
Zum Abschluss gibt es hier noch ein paar Impressionen von der Strecke und meinen Wilcampingplätzen, auf dem Weg nach Mutare und zur Grenze nach Mosambik.
Die Landschaft mit den unzähligen Granitfelsen und Felsformationen war atemberaubend schön und erinnerte mich an Australien.
Traumhafte Landschaften in Simbabwe, die an Australien erinnern.
Herrlich schöne Wildcampingplätze in der Natur Simbabwes.