Mit dem Fahrrad durch Mosambik

 

 

Mosambik

 

Mosambik ist ein Staat im Südosten Afrikas mit einer über 2.500 km langen Küste am Indischen Ozean. Die Republik ist für ihre unberührten Traumstrände, Korallenriffe und die lebendige afro-portugiesische Kultur bekannt. Hauptstadt und größte Metropole ist Maputo. Die Amtssprache im Land ist Portugiesisch. Daneben werden jedoch auch zahlreiche Bantu-Sprachen gesprochen.

Der moderne Staat Mosambik entstand 1975 durch die Unabhängigkeit von Portugal. Zuvor war das ostafrikanische Gebiet fast 500 Jahre lang eine portugiesische Kolonie. Die Portugiesen brachten damals den gesamten Handel an der Ostküste Afrikas an sich und wurden vor allem durch den Sklaven- und Goldhandel reich. Doch ab 1964 wehrten sich die Einwohner Mosambiks gegen die Europäer. 1962 hatte sich eine Freiheitsbewegung namens FRELIMO gebildet. Zwei Jahre nach der Gründung begann der bewaffnete Kampf gegen die Portugiesen. Es kam zu Kämpfen und vielen Toten vor allem auch auf Seiten der mosambikanischen Bevölkerung. Der Konflikt konnte erst beendet werden, als in Portugal die Diktatur im Jahr 1974 gestürzt wurde. Die neue demokratische Regierung Portugals entschied, die ehemaligen Kolonien in ihre Unabhängigkeit zu entlassen, so auch Mosambik. 1975 wurde das Land unabhängig und die Volksrepublik Mosambik ausgerufen. 

Zwei Jahre nachdem Mosambik die Unabhängigkeit von Portugal erkämpft hatte, begann 1977 der Mosambikanische Bürgerkrieg. Er hielt bis 1992 an und kostete durch Kämpfe und Hungerkatastrophen bis zu 900.000 Menschen das Leben. Die Beseitigung der Landminen, durch die auch nach Kriegsende noch zahlreiche Menschen getötet oder verstümmelt wurden, dauerte bis 2015. Aufgrund des jahrelangen Bürgerkriegs Mosambik gehört Mosambik heute zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Das Land verfügt jedoch über enorme Ressourcen wie Erdgasvorkommen, Kohle und ein großes Potenzial für den Tourismus. 

 

 

In Mosambik können fast 40 % der Erwachsenen nicht lesen und schreiben. 55 % der Frauen sind Analphabeten. Seit dem Ende des Krieges 1992 hat Mosambik große Anstrengungen für den Grundschulunterricht unternommen. Mittlerweile gehen 80 % der Kinder 5 Jahre lang zur Schule, während 30 % die Schule bis zur 6. oder 7. Klasse weiterbesuchen. Die durchschnittliche Klassengröße beträgt sage und schreibe 74 Kinder, in den ländlichen Gebieten sind es noch mehr. 

 

Auch AIDS ist in Mosambik ein großes Problem. Circa 12,3 % der Erwachsenen (15 bis 49 Jahre) sind HIV-positiv (Stand: 2016). Das Land hat damit eine der höchsten HIV-Prävalenzen der Welt. 

 

 

Vor meiner Einreise nach Mosambik bekam ich von der Besitzerin eines Hostels in Mutare (Simbabwe) eine Warnung. Sie gab mir den Rat in Mosambik niemanden zu berühren oder die Hand zu geben, da in dem Land derzeit ein Aberglaube umgehen würde der besagt, dass der Penis eines Mannes durch Berührung schrumpft.

Ich recherchierte zu diesem Thema im Internet und fand tatsächlich einen aktuellen Bericht von April 2026:

 

Panik entstand durch Gerüchte, ein Händedruck könne zu einer Verkleinerung der Genitalien führen – eine Situation, die ein Eingreifen der Polizei erforderlich machte. Mindestens elf Menschen sind in drei Provinzen Mosambiks nach körperlichen Übergriffen ums Leben gekommen. Hintergrund sind abergläubische Vorstellungen, die angeblich durch Berührung das Schrumpfen der Genitalien bewirken sollen, wie die Behörden mitteilten. Die Vorfälle stehen im Zusammenhang mit abergläubischen Vorstellungen, die sich inzwischen auf andere Provinzen und soziale Medien ausgebreitet haben. Diese Vorstellungen behaupten, dass durch Berührung die Genitalien, vorwiegend die von Männern, schrumpfen, sich verkleinern oder sogar verschwinden können. Die Todesopfer wurden der Ausübung schwarzer Magie beschuldigt und deshalb geschlagen, gelyncht und verbrannt. 

 

Nachdem ich das gelesen hatte musste ich schlucken, denn der Bericht erschien mir wie eine schreckliche Geschichte aus dem Mittelalter. Er war jedoch Brand aktuell. 

 

Trotz allem blieb ich wie immer neugierig und unvoreingenommen. Ich freute mich auf darauf das Land Mosambik kennenzulernen und war bereit für ein neues Abenteuer :)

 

Auf zu neuen Abenteuern...

 

Von Mutare (Simbabwe) über die Grenze nach Mosambik - 19. Mai 2026

 

Als ich an diesem Morgen in der Stadt Mutare (Simbabwe) zur circa 8 Kilometer entfernten Grenze in Richtung Mosambik aufbrach, begann es zu nieseln.

Da die Berglandschaft rund um Mutare Teil der Eastern Highlands ist, war es in dieser Region um einige Grad kühler. Ich fror als ich im Nieselregen durch das nebelverhangene Gebirge zur Grenzstation hinuntersauste.

 

Nachdem ich die Grenzstation erreicht hatte, ließ ich mir den Ausreisestempel von Simbabwe wehmütig in den Pass drücken. Meine Reise durch das Land, mit dem goldenen Gras und den lachenden, freundlichen Menschen war wirklich einmalig schön. Doch nun war es an der Zeit weiterzureisen, um ein neues Land zu entdecken. 

 

Nachdem ich den Ausreisestempel von Simbabwe im Pass hatte, radelte ich zur Grenzstation von Mosambik. Im Gebäude stellte ich mich wie alle anderen Menschen an der Schlange an und wartete auf meinen Einsatz am Schalter. Doch dann kam ein mosambikanischer Beamter auf mich zu und bat mich ihm zu folgen. In seinem Büro sollte ich auf einem Stuhl Platz nehmen. Eine Stunde lang wurde ich daraufhin schikaniert. Nachdem ich dem Beamten meinen Reisepass und eine Kopie meines ETA (digitale Einreisegenehmigung) für Mosambik überreicht hatte, gab er sich damit nicht zufrieden und verlangte zusätzlich die Quittung für mein ETA. Etwas nervös checkte ich daraufhin meine E-Mails. Als ich die Quittung endlich gefunden hatte, hielt ich sie dem Beamten erleichtert entgegen. Doch dieser sagte nur barsch, dass er die Quittung in ausgedruckter Form benötigt. Ich sah den Beamten entgeistert an. Wo sollte ich das ETA denn auf die Schnelle ausdrucken? Sollte ich etwa die 8 Kilometer über die Berge zurück nach Mutare fahren? Der Beamte schickte mich daraufhin zu einem einem Container auf den Gelände. Ein älterer Mann, der mit seinem Service vermutlich etwas Geld verdienen wollte, begleitete mich und wies mir den Weg. Als wir den Container erreicht hatten, blieb der ältere Mann neugierig neben mir stehen. Etwas angespannt blickte ich in den Container. In dem mehr oder weniger leeren Großraumbehälter saß ein Mann zwischen ungeordneten Papieren. Er hatte zwar keinen Computer, doch immerhin einen uralten Drucker neben sich stehen. Per WhatsApp konnte ich ihm mein Dokument glücklicher Weise zusenden und somit ausdrucken lassen.

 

Foto links: Die Berge hinunter zur Grenze. 

Foto rechts: Erstes Frühstück in Mosambik 

 

Mit der Quittung auf Papier, lief ich zusammen mit dem neugierigen, älteren Mann zurück zum Büro des Grenzbeamten. Wieder sollte ich auf einem Stuhl in seinem Büro Platz nehmen. Als ich dem Beamten die Rechnung für mein ETA ausgehändigt hatte, verschwand dieser damit. Einige Minuten später kam er jedoch mit seiner Vorgesetzten zurück. Gemeinsam führten sie nun das kleine Schikanierungs-Spielchen fort. 

Der Beamte legte mir nun die ETA-Quittung eines Chinesen vor die Nase und unterstellte mir, dass ich die falsche Rechnung vorgelegt hatte, denn der Betrag den ich für das ETA bezahlt hatte, war angeblich zu hoch. Der richtige Betrag wäre der des Chinesen. Der Beamte und seine Vorgesetzte sahen mich finster und vorwurfsvoll an. Innerlich rollte ich mit den Augen, denn es war klar, dass die beiden versuchten ein Schlupfloch zu finden, um Schmiergeld zu erhaschen. Mir blieb also nichts anderes übrig als Ruhe zu bewahren und die Sache möglichst freundlich aussitzen. 

Tatsächlich hatte ich für mein ETA mehr bezahlt, da ich es über ein Online-Portal gebucht hatte. Lang und breit versuchte ich den beiden Beamten dies zu erklären und wiederholte mich dabei in Dauerschleife. Irgendwann war die Vorgesetzte davon so gelangweilt, dass sie nebenbei in den Fernseher sah, um das Fußballspiel zu verfolgen. Schließlich holte sie den entscheidenden Stempel aus der Schublade und drückte ihn, ohne dabei eine Mine zu verziehen, in meinen Reisepass.

Bhoooahhh... Über eine Stunde hatte ich an der Grenze mit dem ganzen Prozedere verbracht. Als ich dann losradelte, musste ich an einem Schlagbaum nochmals halten und meine Papiere vorzeigen. Der Grenzbeamte an der Schranke, verlangte wieder nach meinem ETA (digitale Einreisegenehmigung) in Papierform, welches der Beamte im Büro jedoch einbehalten hatte. Ich wusste ehrlich gesagt nicht, ob ich darüber lachen oder weinen sollte. Nach einigen Minuten der Erklärung, durfte ich jedoch endlich passieren. 

Willkommen in Mosambik…

 

Los geht's...

Das Fahrradabenteuer durch Mosambik beginnt.

 

Da Mosambik den Zugang zum Meer hat, ist das Land das zentrale Logistikdrehkreuz für das südliche Afrika. Die beiden wichtigsten Umschlagplätze sind der Hafen von Maputo und der Hafen von Beira. 

Als ich meine Reise mit dem Fahrrad hinter der Grenze in Mosambik begann, fuhr ich an einer scheinbar endlosen Schlange LKW’s vorbei. Die unzähligen Trucks warteten auf ihre Abfertigung an der Grenze zur Einreise nach Simbabwe. Ich stoppte am Ende der Schlange und fragte einen Truckfahrer, wie lange er in etwa warten müsste, um die Grenze nach Simbabwe zu passieren. Er antwortete daraufhin, dass es vermutlich 2 Tage dauern würde. 

 

Sozialismus lässt grüßen...

 

In den Dörfern und Kleinstädten die ich an meinem ersten Tag in Mosambik durchradelte, entdeckte ich eine Vielzahl kommunistischer Denkmäler. Sie zeugen von der Ära der Volksrepublik (1975–1990) und der engen historischen Verbindung zu sozialistischen Staaten. Als gebrandmarktes Kind der DDR, bekam ich sofort Allergie. Doch am Ende nahm ich jedes einzelne Denkmal mit Humor und dachte trotzig: „Here I am! Ich bin frei und ich darf reisen wohin ich will! Freiheit für alle!!! Jippijayeahhhh ihr Schweinebacken!!!“

 

Jedes afrikanische Land trägt seine eigene Handschrift. Meist war dies auch schon gleich nach der Grenze zu spüren. 

In Mosambik gab es nun wieder mehr Menschen als in Simbabwe. Sie waren grundsätzlich sehr freundlich, doch sie lachten weniger. Häufig blickte ich in ernste Gesichter und in Augen die mich ungläubig anstarrten. Doch mit einem fröhlichen und lauten Gruß, konnte ich den Menschen meist eine kurze Erwiderung oder ein kurzes Lächeln entlocken.

Doch auch die Kinder waren nun wieder schüchterner und zurückhaltender. Manchmal hatten sie sogar Angst und liefen davon wenn sie mich sahen. An das "Gestarre" und "Geglotze" der Menschen mir gegenüber, musste ich mich erst einmal wieder gewöhnen. 

  

Am Nachmittag radelte ich durch eine hügelige Landschaft, die mich mit ihren Bergen und Flüssen überraschender Weise an die raue Tundra in Alaska erinnerte. 

 

 

Gegen 16:00 Uhr radelte ich bei Chimoio, an einem schönen und gepflegten Gelände mit Restaurant und Pool vorbei. Es sah so einladend aus, das ich anhielt und im Restaurant fragte, ob es möglich wäre zu zelten. Der freundliche Besitzer hatte nichts dagegen und gab mir für die Nacht einen fantastischen Platz unter einem riesigen Gummibaum. Mein Zelt wirkte darunter winzig klein. 

 

Zelten unter einem riesigen Gummibaum. 

Vom Restaurant „Selvas“ nach Inchope  - 20. Mai 2026

 

Am Morgen gönnte ich mir im Restaurant ein energiereiches Frühstück, bestehend aus Spiegeleiern, Fritten und Cole Slaw (Krautsalat). Während ich auf der Terrasse genüsslich mampfte, testete der Besitzer des Restaurants mit seinem Sohn mein Fahrrad. Lachend fuhren die beiden mit meinem beladenen Rad auf dem Grundstück hin und her. 

 

An diesem Tag radelte ich weiter durch eine hügelige Landschaft. Doch überwiegend ging es nun bergab. Ich sauste die Abbruchkante des afrikanischen Plateaus, die steil zur mosambikanischen Küstenebene abfällt, hinunter. Allmählich wurde es spürbar wärmer und tropischer. Am Straßenrand gab es nun unzählige Verkäufer die Zuckerrohr, Bananen und Ananas feilboten.  

Was mir auf der Strecke in Richtung Beira jedoch besonders auffiel, war die extreme Abholzung der Wälder. Den gesamten Tag über donnerten schwer beladene Trucks mit Baumstämmen an mir vorbei, während in der Landschaft fast kein einiger Baum mehr zu finden war. 

Die Abholzung in Mosambik ist eines der dringendsten Umweltprobleme des Landes. Der massive Waldverlust wird maßgeblich durch die kleinbäuerliche Wirtschaft für den Eigenbedarf, illegale Holzwirtschaft und die hohe Abhängigkeit der Bevölkerung von Holzkohle als Energiequelle angetrieben. Dies führt zu Bodenerosion, dem Verlust der Artenvielfalt und einer Verschärfung von Wetterextremen wie Zyklonen und Überschwemmungen. 

Ohne das ich es den gebeuteten Menschen in Mosambik zum Vorwurf machen konnte, stimmte mich der Anblick der mehr oder weniger toten, abgeholzten Wälder, sehr nachdenklich und traurig. 

 

In Afrika is immer was los. So auch in Mosambik.

Langweilig wird es nie.

Ich liebe es!

 

Von Inchope nach Chibamo - 21. Mai 2026

 

Nachdem ich in der Stadt Inchope eine schlechte Nacht in einer lauten Lodge verbracht hatte, radelte ich nun entlang der N1 in Richtung Maputo. Die Nationalstraße N1 ist eine Fernstraße, die als Hauptverkehrsachse Mosambiks gilt und den Norden und den Süden des Landes verbindet. Wegen ihrer Gesamtlänge von 2471,2 Kilometern wird sie auch als Mozambique Highway bezeichnet.

 

Schlechte Nacht in dem Zimmer einer lauten Lodge in Inchope, wegen rücksichtsloser Leute.

 

In meiner verwöhnten, naiven, europäischen Vorstellung war ich davon ausgegangen, dass sich die größte Hauptverkehrsstraße des Landes, in einem guten Zustand befindet. Doch das war weit gefehlt. Auf der N1 gab es viele Abschnitte ohne Asphalt, auf denen unzählige Trucks mit Containern an mir vorbeidonnerten und dabei eine riesige Staubwolke hinterließen. Doch ich nahm es mit Humor und hatte Spaß. Afrika ist eben Afrika und immer für eine Überraschung gut. 

 

Unterwegs auf der "Nationalstraße" N1, der längsten Fernverkehrsstraße Mosambiks.

Die N1 war jedoch häufig eine abenteuerliche Off-Road-Piste. 

 

Etwas abseits der staubigen Piste, legte ich ein Frühstück im Grünen ein. In dem goldenen Buschland mit dem hohen Gras, gab es nun auch wieder Bäume. In einem der Bäume entdeckte ich einen Bienenschwarm. Mit dem Kaffee in der Hand beobachtete ich die Bienen und bewunderte die unglaubliche Schönheit der Natur. 

Als ich nach dem Frühstück weiterradelte, zogen allmählich Wolken auf. Es begann nun immer wieder zu Regen, doch es blieb dabei herrlich warm. 

 

Während eines Regenschauers legte ich in einem Dorf an einem kleinen Kiosk eine Pause ein. Ich setzte mich unter dem Dach auf einen Stuhl und beobachtete die Szenerie. Drei junge Männer kauften in dem Kiosk Chips und unterhielten sich mit der jungen Verkäuferin, die vielleicht gerade mal 16 oder 17 Jahre jung war, jedoch schon ein Baby auf dem Rücken trug. Als die jungen Männer aus dem Dorf ihre Chips aufgegessen hatten, ließen sie die leeren Tüten mitten im Kiosk ganz selbstverständlich und vor den Augen der Verkäuferin fallen. 

Situationen wie diese konnte ich in Afrika täglich beobachten. Es war der ganz normale Wahnsinn, doch es tat mir jedes Mal weh, wenn ich es sah. Es war respektlos gegenüber der Umwelt und respektlos gegenüber der Frauen, denn ehrlich gesagt sah ich immer nur Männer, die ihren Müll aus den Fenstern der Autos warfen oder irgendwo fallen ließen. 

Doch auf meiner Reise durch Afrika bin ich nur Beobachterin. Es steht mir nicht zu über die Menschen zu urteilen, denn Respekt und Umweltschutz haben etwas mit Bildung zu tun und davon gibt es in Afrika nunmal definitiv zu wenig...

 

Radmieze Nadine hat Spaß. Abenteuer pur in Mosambik.

 

Nachdem der Regen vorüber war, rüttelte ich auf der staubigen Abenteuerpiste weiter und hatte dabei richtigen Spaß. Am späten Nachmittag überquerte ich bei Chibamo einen großen Fluss. Etwas außerhalb des Ortes entdeckte ich am Straßenrand ein Schild mit der Aufschrift:„Deutsche Humanitäre Hilfe“. Ich sah mich auf dem akkurat gepflegten Grundstück um und fragte auf gut Glück einen jungen Mann, ob es möglich wäre auf dem Gelände zu zelten. Nach kurzer Überlegung willigte er ein. Da ich auch die Freiluft-Dusche und die Open Air-Toilette benutzen durfte, drückte ich ihm umgerechnet 5,50 Euro für diesen top Campingplatz in die Hand. 

Mit Hilfe des Online-Übersetzers fragte ich den jungen Mann, welches Projekt die „Deutsche Humanitäre Hilfe“ vor Ort unterstützt. Joaquim erklärte mir, dass es sich bei der Unterstützung um ein Projekt in der Landwirtschaft handelt. Gleich danach fragte Joaquim mich, ob ich verheiratet wäre und gab mir zu verstehen, dass er schon immer davon träumte eine Weiße Frau zu heiraten. Ich konnte mir ein schallend, lautes Lachen nicht verkneifen, denn ich stank wie ein Wiesel und war völlig dreckig und verstaubt.

Nach unserem Gespräch telefonierte Joaquim mit seiner Frau und seinem Kind... :)

 

Anmerkung: Die Vielehe (Polygamie) ist in Mosambik rechtlich nicht anerkannt und standesamtlich verboten, wird aber strafrechtlich nicht verfolgt. Besonders im Norden und in ländlichen Regionen ist die Praxis tief in traditionellen und religiösen (vor allem islamischen) Kulturen verwurzelt und weit verbreitet. 

 

Nein Danke!!! :)

 

Schnappschuss mit dem heiratswilligen Joaquim, auf dem Grundstück

der "Deutschen Humanitären Hilfe". 

 

Camping auf dem Gelände der "Deutschen Humanitären Hilfe".

 

Von der „Deutschen Humanitären Hilfe“ in Chibamo,

zu einem Wildcampingplatz auf dem verlassenen Gelände

einer Schule - 22. Mai 2026

 

An diesem Tag war das Wetter wieder warm und sonnig, doch ich hatte wie schon am Tag zuvor mit einem kräftigen Gegenwind zu kämpfen. Auf den ersten 30 Kilometern fuhr ich regelrecht durch die Hölle. Auf einer nicht asphaltierten und staubigen Piste, ging es die Berge rauf und runter. Auf diesem Abschnitt gab es so gut wie keine Orte. Wenn überhaupt, dann waren es nur vereinzelte Häuser, die gelegentlich am Rande der Piste standen.

An warme Softdrinks (mangels Kühlschränken), hatte ich mich in Mosambik inzwischen gewöhnt, doch das es in der tropischen Hitze nun überhaupt keine Getränke mehr gab, damit hatte ich nicht gerechnet. Allmählich wurde deshalb auch mein dreizig Grad warmes Wasser knapp.

 

Mosambik ist ein großes Land. Viiiiieeeel Strecke zum Radfahren.

 

Lunchtime neben der Straße...

 

Als ich schließlich erleichtert und glücklich den Ort Muxungue erreichte, geriet ich plötzlich ins Schlittern und legte mich dabei fast auf den Apfel. Erschrocken ging ich in die Eisen und entdeckte den Grund für das plötzliche Abdriften. Nach circa 6700 gefahrenen Kilometern, hatte mein Vorderrad nun den ersten Platten.

Knülle und durchgeschwitzt, sah ich mich nach einem Schattenplatz für die Reparatur um. Vor einer Ziegelei parkte ich schließlich mein Rad, um den Reifen zu wechseln und den Schaden zu beheben. Es dauerte jedoch nicht lange, bis drei Männer gelaufen kamen, um sich direkt neben mich zu stellen und zu glotzen. Genervt holte ich mein bestes Deutsch aus der Tasche und sprang vor den Gaffern gereizt aus dem Anzug. Freiwillig traten sie daraufhin den Rückzug an und gingen wieder an die Arbeit. 

Ich sah mir den Reifen meines Vorderrads an. Die Dichtmilch im Reifen hatte wirklich gute Dienste geleistet, doch nun hatte ich mir ein mächtig großes Metallstück eingefahren, sodass selbst im Mantel ein Loch klaffte. Doch zum Glück hatte ich einen Ersatzmantel dabei. Nachdem ich Mantel und Reifen ausgetauscht hatte, füllte ich wieder 150ml Dichtmilch in den Schlauch. Eine wahrhaft tolle Erfindung !!!

 

Erster Platten auf 6700 Kilometer.

 

Nachdem ich den Schaden repariert hatte, war es schon 15:30 Uhr. Ich radelte erst einmal in die Stadt, um Wasser und ein paar Lebensmittel einzukaufen. Anschließend gab ich Gas und fuhr nochmal 20 Kilometer weiter. Gegen 17:15 Uhr sah ich mich nach einem geeigneten Wildcampingplatz um. Da es in den Tagen zuvor viel geregnet hatte, standen die Wiesen größtenteils unter Wasser. Dadurch geriet ich etwas unter Zeitdruck, denn die Sonne ging am Horizont schon unter. 

In einem Dorf entdeckte ich schließlich ein verlassenes Schulgelände. Die Scheiben der Häuser waren zum Teil eingeschlagen und zerbrochen, doch das Gelände an sich sah noch recht gepflegt aus. 

Im letzten Licht des Tages, stellte ich mein Zelt auf. Ich blieb dabei nicht unentdeckt. Trotz allem hatte ich kein ungutes Gefühl, da es sich bei den Menschen die mich sahen, um die Bewohner des Dorfes handelte. Ich winkte ihnen einfach freundlich zu und grüßte nett. Eine andere Chance hatte ich an diesem Abend sowieso nicht.

 

Wildcamping auf dem Gelände einer verlassenen Schule. 

Vom Wildcampingplatz auf dem verlassenen Gelände

einer Schule zu einem Wildcampingplatz vor dem Toilettenhäuschen einer Schule 23. Mai 2026

 

Auf dieser Tagestour fuhr ich auf der ruhigen N1, in der Region Southern Mozambique, durch eine wunderschöne, üppige Buschlandschaft, bestehend aus goldgelben Gras, saftigen Akazienbäumen, Leberwurstbäumen und grünen Sträuchern. Die Landschaft schrie förmlich nach Löwen, Giraffen, Antilopen, Elefanten und anderen Tieren. Doch die Geschichte der Tiere in Mosambik ist eher traurig. 

Während des mosambikanischen Bürgerkriegs (1977–1992) und darauffolgender Konflikte, starben schätzungsweise über 90% der großen Pflanzenfresser in betroffenen Schutzgebieten, insbesondere im weltbekannten Gorongosa-Nationalpark. Tiere wie Elefanten, Büffel, Zebras und Flusspferde fielen hungernden Menschen, der Wilderei und militärischen Operationen zum Opfer. Viele Elefanten, die den Beschuss überlebten, entwickelten ein generationsübergreifendes Trauma oder flüchteten in Nachbarländer wie Simbabwe oder Südafrika. 

Seit dem Ende der Konflikte und dem Beginn von Wiederaufbauprojekten (etwa ab Anfang der 2000er-Jahre) erholt sich die Tierwelt in Mosambik stetig, jedoch langsam. Durch internationale Hilfen und groß angelegte Umsiedlungsprogramme konnten Tierarten wie Giraffen, Elefanten und Antilopen wieder erfolgreich angesiedelt werden. Trotz allem bleibt das ökologische Gleichgewicht in Mosambik sensibel.

 

Unterwegs traf ich jedoch immer wieder auf Paviane. Die Tiere waren um einiges Größer, als die in Simbabwe, Sambia oder Kenia, denn im südlichen Teil Mosambiks dominiert der Bärenpavian. Er ist die größte und schwerste aller Pavianarten.

Meist brüllten die Paviane laut und schimpften wenn ich anhielt, um sie zu beobachten. Dann gab ich klein bei und radelte weiter, damit sich die Tiere wieder beruhigten.

 

Wunderschöne Landschaften entlang der N1 in Mosambik.

 

Am Nachmittag erreichte ich nach circa 100 geradelten Kilometern, auf dem Zahnfleisch kriechend, durstig das Dorf Save. Von einem Kühlschrank (den es hier ausnahmsweise mal gab), der mit kalten Getränken gefüllt war, trennten mich nur noch schlappe 50 Meter, doch kurz vor dem Ziel musste ich eine Straßenkontrolle passieren. Natürlich hatten die gelangweilten Beamten nichts besseres zu tun, als nach meinem Pass zu verlangen und mir die üblichen Fragen zu stellen. Da ich nach der Schikane an der mosambikanischen Grenze nicht besonders gut auf die Uniformierten zu sprechen war, konnte ich meinen Unmut kaum zurückhalten, zumal ich körperlich mächtig am Limit war. Ich blaffte die Polizisten mehr oder weniger an, obwohl mir natürlich klar war, dass es die Kontrolle in die Länge ziehen könnte. Doch ich konnte nicht anders. Glücklicher Weise gaben mir die Beamten mir meinen Pass schnell wieder. Allerdings in einem ähnlich rauen Ton, wie der meine. Ich rettete mich schnell in ein Restaurant und stürzte einen ganzen Liter kalte Limo hinunter. 

 

Nachdem ich mich in dem Ort Save akklimatisiert und meine Wasservorräte aufgefüllt hatte, radelte ich am späten Nachmittag noch weiter. In dem warmen Licht der untergehenden Sonne, radelte ich durch eine wunderschöne Landschaft, die von großen Baobab-Affenbrotbäumen geprägt war. Ich konnte mich an den Farben und der Schönheit der riesigen Bäume kaum satt sehen. Immer wieder hielt ich an, um zu staunen und zu fotografieren.

 

Wunderschöne Baobab-Affenbrotbäume.

Der Sonnenuntergang konnte nicht lang genug sein...

 

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit machte ich mich wieder auf die Suche nach einem geeigneten Schlafplatz. Wieder entdeckte ich ein geeignetes Schulgelände. Da gerade Wochenende war, hatte die Schule geschlossen. Ich sah mich auf dem Gelände um und entschied, mein Zelt direkt vor dem Toilettenhäuschen aufzustellen. Zwar waren die Türen verschlossen, doch vor dem Haus gab es einen Wasserhahn mit einem Waschbecken. Es war der perfekte Ort, um mich in der Dunkelheit zu waschen. 

 

Übernachtung im Zelt, vor dem Toilettenhäuschen der Schule. 

 

Vom Wildcampingplatz vor dem Toilettenhäuschen einer Schule nach Vilanculos am  Indischen Ozean -  24. Mai 2026

 

Schon um 4:00 Uhr morgens klingelte mein Wecker im Zelt auf dem Gelände der Schule, denn auf dem Tagesprogramm standen rund 130 zu radelnde Kilometer. Auf einer zum Teil nicht asphaltierten Straße, wollte ich den Ort Vilanculos am Indischen Ozean, in einer Tagesetappe erreichen, um einige faule Tage am Meer zu verbringen.

Doch erst einmal bestaunte ich am frühen Morgen, in der Dunkelheit den wundervollen, klaren Sternenhimmel, während ich zwei Tassen heißen Kaffee schlürfte. Nachdem ich einigermaßen wach war und meinen Kram zusammengepackt hatte, war ich startbereit. Als das Morgengrauen gegen 5:30 Uhr einsetzte und die Sterne am Himmel allmählich verblassten, pedalte ich los. 

Meine Muskeln waren inzwischen sehr müde, denn seit der Grenze war ich gute 500 Kilometer durchgeradelt. Meine Klamotten und meine Haare waren schrecklich staubig und dreckig. Ich konnte den Geruch meiner Sachen kaum selbst ertragen. Doch auf dem Fahrrad war das halb so wild und in Afrika musste man sich dafür auch nicht schämen, denn auf dem Land sah niemand besser aus.   

 

Groggi und dreckig, aber Happy!!!

Der Tag auf der Piste wurde lang. Es war tropisch heiß und drückend. Immer wieder folgten auf der Straße lange Abschnitte ohne Asphalt, dafür aber mit tiefen Sand oder Wellen. Ich hielt oft an, um etwas zu essen, zu trinken oder zu verschnaufen. 

Nach circa 110 geradelten Kilometern folgte endlich der Abzweig nach Vilanculos und zum Indischen Ozean. Doch die letzten 20 Kilometer waren alles andere als ein Zuckerschlecken. Mühsam kurbelte ich gegen den starken Wind durch ein hügeliges Feuchtgebiet mit kleinen Seen, auf und ab. 

 

 

Nachdem ich Vilanculos bei Sonnenuntergang erreicht hatte, steuerte ich etwas außerhalb des Ortes die „Ocean Pearl Lodge“ an. Doch wie so oft kam das Beste erst zum Schluss. Der Untergrund auf dem letzten Kilometer, bestand aus feinen Strand-Sand, in dem mein schwer beladenes Fahrrad mehr oder weniger versank. Während ich mich mit dem Rad zu Fuß schweißtreibend abmühte um endlich im anzukommen, musste ich über mich selbst und das Bild das ich wohl abgab lachen. 

 

 

Als die Leute von der „Ocean Pearl Lodge“ mich kommen sahen, liefen sie mir netter Weise entgegen. Ein junger Mann nahm mir das Fahrrad aus der Hand und schob es für mich durch die Zielgerade. Nachdem ich im Restaurant der Lodge etwas kaltes getrunken hatte, stellte ich mein Zelt unter Palmen auf und ging gute 15 Minuten duschen. Wow! Nun war ich also angekommen, im Paradies von Mosambik.

 

Die traumhafte "Ocean Pearl Lodge" in der ich in Vilanculos am Indischen Ozean strandete, wurde von Südafrikanern geführt. 

Südafrikaner spielen in Vilanculos (Mosambik) eine zentrale Rolle als Touristen, Investoren, Gastronomen und Anbieter von Bootstouren. Die kleine Küstenstadt am Bazaruto-Archipel ist wegen ihrer Nähe zu Südafrika ein beliebtes Reiseziel für Urlauber, Auswanderer und Bootsbesitzer, die dem Alltag entfliehen wollen.

 

 

Vilanculos und das Bazaruto-Archipel -  29. Mai 2026

 

Bootsausflug zu den Inseln Bazaruto und Benguerra

 

Nachdem ich den Ort Vilanculos am Indischen Ozean erreicht hatte, war es Zeit für Ferien am Meer. Ich strandete einige Tage in der in der paradiesischen „Ocean Pearl Lodge“, wo ich auf dem Rasen unter Palmen zelten konnte. Auf dem traumhaften Gelände der Lodge, war ich umgeben von hübschen, traditionellen, strohgedeckten Chalets auf Stelzen, inmitten eines tropischen Garten, direkt am Meer. 

Vilanculos war der perfekte Ausgangspunkt, um den Bazaruto Marine Nationalpark vor der Küste zu besuchen. 

 

 

Das Bazaruto-Archipel ist ein geschützter Nationalpark aus sechs paradiesischen Inseln in Mosambik: Bazaruto, Benguerra, Magaruque, Santa Carolina (Paradise Island), Banque und Shell. Es liegt nur etwa 15 km vor der Küste und ist das ultimative Ziel für Ruhesuchende, Taucher und Naturliebhaber. Es ist bekannt für unberührte weiße Sandstrände, kristallklares Wasser, farbenprächtige Korallenriffe und eine reiche Population an Seekühen (Dugongs).

Und wo ich nun schon mal da war, wollte ich mir das Paradies vor der Küste natürlich unbedingt anschauen. Schon seit Wochen hatte ich mich darauf gefreut. 

 

 

Ich buchte eine Tour nach Bazaruto, der größten Insel des Archipels und war sehr gespannt auf das kleine Naturparadies im Indischen Ozean. 

 

Gegen 8 Uhr am Morgen saß ich im Boot. Mit an Bord waren einige nette und gesellige Franzosen, ein Pärchen aus Malta und ein Pärchen aus Maputo. Zusammen sausten wir in dem kleinen Schnellboot über das glasklare Wasser des Ozeans, vorbei an der Insel Magaruque, zum Two Mile Reef, um dort zu Schnorcheln. 

 

Das Two Mile Reef ist das berühmteste Riff im Bazaruto-Archipel. Dieses spektakuläre, geschützte Korallenriff liegt vor der Küste von Vilankulos und der Insel Benguerra und ist ein absoluter Hotspot für Taucher und Schnorchler, die die reiche Unterwasserwelt des Indischen Ozeans entdecken möchten. Das Riff ist bekannt für seine lebendige Unterwasserwelt, in der Meeresschildkröten, Riffhaie, Rochen und unzählige bunte Rifffische zu Hause sind. Mit etwas Glück kann man sogar Dugongs (Seekühen) begegnen. 

 

 

Aufgeregt und neugierig hopsten wir in das klare Wasser, um durch die Taucherbrille in das spannende „Meeresaquarium“ zu glotzen. Der flachere Teil des Riffs war wirklich hervorragend zum Schnorcheln geeignet. Im Wasser entfernte ich mich ein ganzes Stück weit von der Gruppe, um das Erlebnis der Unterwasserwelt für mich alleine zu haben. 

Das Korallenriff war wirklich fantastisch! Ich entdeckte zahlreiche tropische Fischarten wie Doktorfische, Falterfische, Papageienfische, Anemonenfische (Clownfische), Schnapper und viele mehr. Als ich in den etwas tieferen Gefilden in der Nähe des Riffs unterwegs war, sah ich sogar einen großen Riffhai. Er war das Highlight der 60 Schnorcheltour.

 

Hier ein paar Highlights von der Schnorcheltour im "Life-Aquarium" des Indischen Ozeans. 

(PS: Die Fotos sind ausnahmsweise mal aus dem Internet geklaut. Doch genauso farbenfroh hatte ich die Unterwasserwelt am "Two Mile Reed" im Bazaruto Archipel, gesehen und erlebt.)

Es war der Hammer!!!

 

Aufgeregt, aufgeweicht und durchgefroren, traf sich unsere Ausflugsgruppe an Bord des Bootes wieder. Nun sausten wir in der warmen Sonne über die Wellen zur Insel Bazaruto.

Zu Fuß bestiegen wir dort die spektakulären, hohen Sanddünen, von denen man eine fantastische Aussicht auf das Riff, dann blauen Ozean und einige andere Inseln im Archipel hatte.

 

 

Gemeinsam wanderte unsere Gruppe durch die wunderschöne Dünenlandschaft zur anderen Seite der Insel, wo ein opulentes Mittagessen auf uns wartete. Inzwischen waren wir alle hungrig wie die Löwen und freuten uns über das dekadente und liebevoll angerichtete Buffet. Wir wurden unter anderem mit fangfrischen Fisch, Krabben, Oktopus, gerillten Hühnchen und zuckersüßen Obst verwöhnt. Während wir im Schatten genüsslich aßen, tauchten im Wasser immer wieder die Köpfe einiger Schildkröten auf, die an der Meeresoberfläche nach Luft schnappten, um wenig später wieder abzutauchen.

 

 

Auf dem Rückweg machten wir mit dem Boot nochmal einen Abstecher zur Insel Benguerra. Es ist die zweitgrößte Insel im Bazaruto Archipel. Die Insel ist bekannt für ihre weißen Strände, Korallenriffe sowie Tauchmöglichkeiten und Fischgründe. Die Insel ist teilweise bewaldet und hat Süßwasserseen, in denen auch Krokodile leben. Auch Benguerra Island ist ein wahres Paradies! Die Vorstellung auf der Insel einen ganzen Tag oder gar ein ganzes Leben zu verbringen, war sehr verlockend :)

 

Ein Tag oder ein Leben lang...

Abstecher zur Insel Benguerra im Bazaruto Archipel.

 

Gegen 16:15 Uhr setze mich unser Boot wieder vor der Tür der „Ocean Pearl Lodge“ ab. Glücklich und selig watschelte ich mit all den Erlebnissen des Tages, zu meinem kleinen Zelt auf der Wiese. Ein wahres Tropenparadies!